{"id":6087,"date":"2016-03-18T16:04:46","date_gmt":"2016-03-18T16:04:46","guid":{"rendered":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/?product=die-hohe-zeit-rituale-und-zeremonien-fuer-hochzeit-familien-und-trennung"},"modified":"2016-03-18T16:04:46","modified_gmt":"2016-03-18T16:04:46","slug":"die-hohe-zeit-rituale-und-zeremonien-fuer-hochzeit-familien-und-trennung","status":"publish","type":"product","link":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/produkt\/die-hohe-zeit-rituale-und-zeremonien-fuer-hochzeit-familien-und-trennung\/","title":{"rendered":"Die Hohe Zeit: Rituale und Zeremonien f\u00fcr Hochzeit, Familien und Trennung"},"content":{"rendered":"<p>Rituale und Zeremonien f\u00fcr Hochzeit, Familien und Trennung<\/p>\n<p>\nHolger Gerwin &amp; Bj\u00f6rn Ulbrich\n<\/p>\n<ul>\n<li><b>Taschenbuch:<\/b> 127 Seiten<\/li>\n<li><b>Verlag:<\/b> Arun-Verlag; Auflage: 2. A. (Mai 2007)<\/li>\n<li><b>Sprache:<\/b> Deutsch<\/li>\n<li><b>ISBN-10:<\/b> 3935581793<\/li>\n<li><b>ISBN-13:<\/b> 978-3935581790<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jede zweite Ehe wird nach kurzer Zeit wieder geschieden. Und da erscheint ein Ratgeber f\u00fcr Hochzeit und Familie \u2013 weshalb?<\/p>\n<p>\nF\u00fchlen denn nicht viele Paare, da\u00df der obligatorische Gang zum Standesamt meist inhaltsleer bleibt? Mu\u00df man auf eine ergreifende, pr\u00e4gende und bindende Zeremonie verzichten, wenn man Nicht-Christ, Heide, Wicca, Gnostiker ist?<\/p>\n<p>\nDie Autoren zeigen praxisnah, wie heute geheiratet werden kann: auf Waldlichtungen, auf alten Kultpl\u00e4tzen, im heimischen Garten und unterm Sternenzelt. Wie bei Die geweihten N\u00e4chte liegt der Schwerpunkt ihres Buches auf leicht verst\u00e4ndlichen Texten, aussagekr\u00e4ftigen Bildern und einer \u00e4sthetischen Gestaltung.<\/p>\n<p>\nDie Hohe Zeit ist ein Kompendium zeitgem\u00e4\u00dfer Hochzeitsbr\u00e4uche (Ringtausch, Ku\u00df, Baumpflanzung, Sprung \u00fcber den Besen, etc.) und ein praxisnaher Leitfaden zur Ausgestaltung der eigenen Feierlichkeit, angefangen von den Vorbereitungen, der Planung und Durchf\u00fchrung der eigentlichen Zeremonie bis hin zu Ideen, wie das gem\u00fctliche Zusammensein danach stilvoll im Rahmen gehalten werden kann (Tanz, Spiele, Bankett, etc.).<\/p>\n<p>\nDie Autoren sch\u00f6pfen dabei nicht nur aus der eigenen Erfahrung sondern f\u00fchren beispielhafte Eheschlie\u00dfungen aus den verschiedenen naturreligi\u00f6sen Str\u00f6mungen an (keltisch, germanisch, wicca, b\u00e4uerlich, \u00f6kumenisch christlich-heidnisch, usw.).<\/p>\n<p>\nEin eigenes Kapitel ist den Wegen der Trennung gewidmet, um das rituell zu l\u00f6sen, was rituell gebunden wurde. Erstmalig zeigen Sie M\u00f6glichkeiten traditioneller Scheidungsriten auf und schlie\u00dfen damit eine L\u00fccke in der Ratgeberliteratur.\n<\/p>\n<p>\n Vorwort\n<\/p>\n<p>\nEtymologische Erkl\u00e4rungen\n<\/p>\n<p>\nDie Ehe ist das Senkblei in die Tiefe unserer Seele\n<\/p>\n<p>\nDie Eheleite\n<\/p>\n<p>\nHochzeitsbr\u00e4uche, Zeremonien und Rituale\n<\/p>\n<p>\nZeit und Ort : Vor der Hochzeit : Die Zeremonie : Der Schutzkreis : Aufruf der Elemente : Das Versprechen : Der Ringwechsel : Der Ku\u00df : Sinngaben : Gemeinsame Eherituale : Nach der Hochzeitszeremonie : Fest und Tanz : Ausklang\n<\/p>\n<p>\nAnregungen f\u00fcr eigene Hochzeitszeremonien\n<\/p>\n<p>\nReligionen im Widerspruch? Beispiele aus der Tradition der Druiden, Germanen, \u00f6sterreichischen Bauern, Freireligi\u00f6sen, Asatru, Wicca, Wanderv\u00f6gel, Indianer, \u00dcberkonfessionellen und der Regenbogenkultur (Rainbow-People)\n<\/p>\n<p>\nTrennung, L\u00f6sung, Scheidung\n<\/p>\n<p>\nHeilungsritual f\u00fcr Ehen : Ritual zur Entscheidungsfindung : Trennungsritual\n<\/p>\n<p>\nAnhang\n<\/p>\n<p>\nDanksagung : Adressen : www-links\n<\/p>\n<p>\nDie Eheleite\n<\/p>\n<p>\nMit dem Wort \u201dEheleite\u201d pr\u00e4zisieren wir den Begriff der Hochzeit. Mit der Hoch-Zeit, also der Hohen Zeit, beschreiben wir nicht nur den Zeitpunkt des unmittelbaren Eheschlie\u00dfungsrituals, sondern vielmehr den gesamten Zeitraum, den zwei Liebende sich und ihrer Familie schenken. An dieser Stelle wollen wir uns aber mit der eigentlichen Heiratszeremonie, eben der Eheleite, befassen. Synonym verwendet wird das Wort \u201dTrauung\u201d, dessen Herkunft sicher bei \u201dTreuung\u201d zu suchen ist. Weniger bekannt, aber nicht minder zutreffend und aussagestark ist der Begriff der \u201dEheweihe\u201d. Eheleite aber f\u00fcgt sich am besten ein in die Reihe der \u00fcbrigen Feste des Lebenskreises: Lebensleite, Jugendleite, Eheleite, Totenleite.\n<\/p>\n<p>\nDas Ritual der Eheleite bezweckt die \u00dcberleitung der Unverheirateten in den Stand der Verheirateten. Es soll dem Ereignis des Sippenwechsels der Braut bzw. der Neugr\u00fcndung einer Sippe eine symbolhafte und feierliche Form verleihen, und &#8211; oft begleitet von magisch rituellen Handlungen &#8211; der Freude \u00fcber das Wagnis der Ehe Ausdruck geben. Die Eheleite ist eine Feierlichkeit, die \u00fcber die Verbindung zweier Menschen hinaus deren Sippenverb\u00e4nde in enge Ber\u00fchrung miteinander bringt. Der Freundeskreis der Brautleute wird bewu\u00dft in die Zeremonie mit einbezogen, damit \u00fcber diese Trauung die Gemeinschaft eine neue Gliederung erf\u00e4hrt. Schon bei unseren germanischen Vorfahren stellte die gro\u00dfe Gemeinschaft au\u00dferdem die notwendige Rechts\u00f6ffentlichkeit dar, ohne die der Rechtsakt der Heirat mangelhafte G\u00fcltigkeit h\u00e4tte, da er ja neben der gegenseitigen Verpflichtung der Eheleute auch gegen\u00fcber Dritten wirksam sein soll. Die Eheleite ist ein Ereignis, welches entscheidend und ver\u00e4ndernd in die Struktur der Gemeinschaft eingreift und daher deren Zustimmung bedarf. Diese Zustimmung wird allein schon durch die Anwesenheit der Gemeinschaft bezeugt, sie braucht nicht von jedem Einzelnen ausgesprochen zu werden.\n<\/p>\n<p>\nIn fr\u00fcheren, vor allem b\u00e4uerlich gepr\u00e4gten V\u00f6lkern, in denen sich der Einzelne als noch verwachsen mit der nat\u00fcrlichen Gemeinschaft sah, wurde die Trauung weniger als die blo\u00dfe Verbindung zweier Einzelwesen gewertet, als vielmehr zweier Lebenskreise, zweier Sippen. Die Ahnen der jeweiligen Sippe waren in diese Lebenskreise mit eingeschlossen, woraus sich der vielfach bezeugte Ahnenkult in den Hochzeitsriten ableiten l\u00e4\u00dft. So existiert bis heute z.B. die Tradition, wonach die Braut zum Vollzug der Heirat auf einen Stein treten mu\u00df \u2013 Symbol f\u00fcr einen Grabstein (urspr\u00fcnglich den waagerechten Deckstein eines Dolmengrabes). Einen weiteren Hinweis auf den Ahnenkult im Heiratsritual indogermanischen Ursprungs liefert der sehr alte Brauch, da\u00df die Braut das Herdfeuer umschreitet, denn der Herd war im heidnischen Denken immer zugleich auch Symbolsitz der Ahnen. Die Umschreitung des Herdfeuers ist f\u00fcr den gesamten indogermanischen Raum bezeugt. So finden wir diese Tradition z.B. auch im altindischen und im altgriechischen Hochzeitsritual. Auch die r\u00f6mische Braut wurde am Tage ihrer Heirat zusammen mit ihrem Gatten beim Betreten seines Hauses zuerst an den Herd gef\u00fchrt, um \u201daqua et ignis\u201d (Wasser und Feuer) zu empfangen.\n<\/p>\n<p>\nWir fassen zusammen: die Eheleite hat die Aufgabe, Braut und Br\u00e4utigam rituell miteinander zu verweben, die Sippen zusammenzuf\u00fchren und gegen\u00fcber der versammelten Gemeinschaft Bekenntnis abzulegen. Die Heirat schafft die notwendige Voraussetzung zur Bildung einer engen und unaufl\u00f6slichen Gemeinschaft zwischen den Eheleuten und weiht die Verbindung zur Fruchtbarkeit. Um nun das Brautpaar zu einer wirklichen Einheit zu verschmelzen, greifen wir auf verschiedene Rituale zur\u00fcck, die z.T. eine Jahrtausende alte Tradition haben. Dieses Brauchtum enth\u00e4lt die gesammelte Erfahrung unserer Vorfahren und hat auch heute seinen tieferen Sinn \u00fcber die Sch\u00f6nheit des unmittelbar Erlebten hinaus, denn:\n<\/p>\n<p>\nRituale entfalten eine psycho-hygienische und sozial-stabilisierende Wirkung auf die Individuen, man verschafft sich mit ihrer Hilfe eine positive Einstellung zu den Dingen, die mit blanker Rationalit\u00e4t nicht zu erzielen ist. So organisiert jeder Mensch &#8211; bewu\u00dft oder unbewu\u00dft &#8211; auch \u00fcber die Festtagsriten hinaus zwangsl\u00e4ufig seinen gesamten Alltag um viele kleine und gro\u00dfe Rituale herum, die ohne ausreichende Reflexion evtl. auch zu Zw\u00e4ngen \u00fcbersteigert werden k\u00f6nnen. Insofern bew\u00e4hrt sich am ehesten (wen wundert das?) eine gute Mischung aus \u201cratio\u201d und \u201cemotio\u201d, aus Verstand und Gef\u00fchl, aus Geist und Spiritualit\u00e4t. Auch hier mu\u00df die unvermeidliche Schlu\u00dffolgerung gezogen werden: dies alles ist so, weil es sich als vorteilhaft erwiesen hat, Br\u00e4uche und Rituale sind eine weitere ausgekl\u00fcgelte und h\u00f6chst-komplexe \u00dcberlebensstrategie der Natur, in diesem Fall des Sozialwesens Mensch. Sie helfen den Menschen insgesamt, deshalb wurden und werden sie von uns \u201cerfunden\u201d und \u00fcber den langen Weg der Evolution verinnerlicht, abh\u00e4ngig von Ort, Zeit und vielen Zuf\u00e4llen. Rituale sind, genau wie Religion im allgemeinen, unabh\u00e4ngig von ihrem Wahrheitsgehalt sinnstiftend. Sie erleichtern das Hineinwachsen in eine Gemeinschaft, weil sie Sicherheit geben. Jeder wei\u00df, wie man sich verh\u00e4lt, und es spart Zeit und Kraft, wenn man nicht st\u00e4ndig bei Null beginnen, alles in Frage stellen und ausdiskutieren mu\u00df. Zudem geben gemeinsame Rituale das Gef\u00fchl der Zugeh\u00f6rigkeit und des Verbundenseins. Rituale spenden auch Trost und schlie\u00dfen die L\u00fccken des Unerkl\u00e4rlichen. Der Mensch ist also &#8211; zu seinem Vorteil &#8211; von Grund auf rituell angelegt und damit biologisch \u00fcber die Vernunft hinaus an Brauchtum, Tradition und Religion gebunden. Auch die Verhaltensforschung z.B. bei Konrad Lorenz best\u00e4tigt die lebenserhaltende Macht der Rituale.\n<\/p>\n<p>\nDiese intellektuelle Erkenntnis behindert in keiner Weise unsere spirituelle Seite &#8211; im Gegenteil, denn mehr Wissen best\u00e4rkt die Ehrfurcht vor der g\u00f6ttlichen All-Natur, die solches hervorgebracht hat und steigert so auch die Intensit\u00e4t der Emotion im Ritual. Nur hier l\u00f6sen wir den scheinbaren Konflikt zwischen Geist und Gef\u00fchl. Fatal dagegen wird die Situation, wenn anstelle des ambivalenten Miteinanders von Verstand und Spiritualit\u00e4t ein platter Wortglaube tritt, der den Blick f\u00fcr die Realit\u00e4ten verstellt: Wer in personifizierten G\u00f6ttern nicht das Symbol, den Archetypen, sehen kann, wer nicht zur Kenntnis nimmt, da\u00df jede Faser seines Wesens und Denkens von der verg\u00e4nglichen K\u00f6rperlichkeit getragen wird und auf seine einzel-menschliche Auferstehung in einem Jenseits hofft, kurz: wer die Wahrheit allein-irdischer Verantwortung nicht ertr\u00e4gt und sich ins Numinose fl\u00fcchtet, dem ist die heilsame Kraft der Rituale fremd &#8211; unreflektiert drohen sie nur, den Wahn zu verst\u00e4rken. Der nat\u00fcrliche Wissens-Glaube dagegen formt nat\u00fcrliche Rituale, die nicht Fessel sind, sondern St\u00fctze, die das Leben nicht einengen, sondern reicher machen. In diesem Sinne l\u00e4\u00dft Antoine de Saint-Exup\u00e9ry den Fuchs &#8211; in ganz bewu\u00dftem Wissen um die Macht des Rituals &#8211; zum kleinen Prinzen sagen: \u201cEs w\u00e4re besser gewesen, du w\u00e4rst zur selben Stunde wiedergekommen. Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, kann ich nie wissen, wann mein Herz da sein soll&#8230;\u201d.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rituale und Zeremonien f\u00fcr Hochzeit, Familien und Trennung Holger Gerwin &amp; Bj\u00f6rn Ulbrich Taschenbuch: 127 Seiten Verlag: Arun-Verlag; Auflage: 2. A. (Mai 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3935581793 ISBN-13: 978-3935581790 Jede zweite Ehe wird nach kurzer Zeit wieder geschieden. Und da erscheint ein Ratgeber f\u00fcr Hochzeit und Familie \u2013 weshalb? 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