{"id":4734,"date":"2016-03-18T16:03:22","date_gmt":"2016-03-18T16:03:22","guid":{"rendered":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/?product=runen-im-leben-der-voelker"},"modified":"2016-10-27T15:37:53","modified_gmt":"2016-10-27T13:37:53","slug":"runen-im-leben-der-voelker","status":"publish","type":"product","link":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/produkt\/runen-im-leben-der-voelker\/","title":{"rendered":"Runen im Leben der V\u00f6lker"},"content":{"rendered":"<p>von Harry Radegeis<\/p>\n<p>Kartoniert, DIN A4, 197 Seiten, ISBN 3-900589-18-6, ca. 120 Abbildung(en) und Tafeln &#8211; 25 \u00d7 18 cm,<\/p>\n<p>Eine ausgezeichnete \u00dcbersicht \u00fcber alle vorhandenen Runenschriften, mit Vergleich zu verwandten Sprachdenkm\u00e4lern; zahlreiche Einzeldarstellungen sind wiedergegeben. F\u00fcr den, der selbst\u00e4ndig forschen will, unentbehrlich.<\/p>\n<p>&#8222;Runa&#8220; ist das germanische Wort f\u00fcr &#8222;Geheimnis, Geraune, Zauberzeichen&#8220;, zugleich auch f\u00fcr &#8222;Gelehrsamkeit, Dichtkunst&#8220; und im Konkreten f\u00fcr &#8222;Buchstabe&#8220;. Im Althochdeutsche bedeutet es R\u00e4tsel und Geheimnis. &#8222;Runar&#8220; im Altnordischen war ein magisches Zeichen. Die Urbedeutung d\u00fcrfte wohl bei &#8222;dumpfes, heimliches Gemurmel, Geheimnis&#8220; liegen. Die Entstehung der Runen ist bis heute nicht eindeutig gekl\u00e4rt worden. In der &#8222;klassischen&#8220; Wissenschaft, die den Runen lediglich ein Alter von etwa 2000 Jahren zugesteht, werden auch weiterhin eine Reihe von Theorien vertreten. Sie gehen einhellig davon aus, dass vor etwa 6000 Jahren im vorderen Orient die ersten Hochkulturen gegr\u00fcndet wurden. Zur gleichen Zeit liefen die Menschen in unseren Breiten angeblich noch &#8222;mit dem Faustkeil durch den Wald&#8220;, d. h. sie waren primitive Barbaren 1. Gleichwohl k\u00f6nnen diese Theorien als widerlegt gelten: In neuester Zeit tauchen immer wieder Funde auf, die die Existenz runen\u00e4hnlicher Zeichen bei den Germanen bereits in vorr\u00f6mischer Zeit belegen. So sind die ersten Runen, die Jar-, Wenne-, Man-, Kaun-, Yr- und Odal-Rune sind bereits auf arch\u00e4ologischen Funden aus der Steinzeit nachgewiesen worden; z. B. \u00e4hneln Teile der haellristningar, der Felszeichnungen in Schweden, und ebenso H\u00f6hlenzeichnungen aus der Steinzeit den sp\u00e4teren Runen. Seit dem Ende des 2. Jahrhunderts sind Runeninschriften in gro\u00dfer Zahl auf Fibeln, Anh\u00e4nger, G\u00fcrteln und Waffen die haupts\u00e4chliche aus Gr\u00e4bern und Mooren stammen, erhalten. Die Materialien sind vor allem (Edel-)Metall, aber auch Holz und Stein. In aller Welt, ob in Frankreich, Spanien, S\u00fcdamerika, Nordafrika oder anderswo finden sich Inschriften, die eine un\u00fcbersehbare \u00c4hnlichkeit mit den Runen Europas aufweisen. Fast unver\u00e4ndert \u00fcberdauern die Runen die Zeit aber nur in Mittel- und Nordeuropa. Deshalb kann heute als sicher gelten, dass die Runen schon vor tausenden Jahren in Mitteleuropa entstanden sind und durch die V\u00f6lkerwanderung der Indogermanen in der gesamten Alten Welt Verbreitung fanden.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst gab es ein am Mondzyklus ausgerichtetes Kerben- und Rillensystem, bei dem 29 oder 30 Kerben in zeitlicher Aufeinanderfolge und mit verschieden Werkzeugen in Knochen und Steine geritzt wurden. Es k\u00f6nnte sich um Mondkalender, Vorformen von Schrift oder kultische Zeichen handeln; jedenfalls ist anzunehmen, dass es sich um Aufzeichnungen im Zusammenhang mit zeitlichen Abl\u00e4ufen handelt. Die Runen selbst entstanden als Dingsymbole und verlangten somit ein Mindestma\u00df an geistigem Abstraktionsverm\u00f6gen. Sie dienten anfangs allein der Erforschung des G\u00f6tterwillens und waren f\u00fcr eine nicht-religi\u00f6se Verwendung nicht vorgesehen. Wissen wurde nicht aufgezeichnet, sondern mittels auswendig gelernten Stabreim-Versen von Generation zu Generation weitergegeben. Im Gegensatz dazu wurden die lateinische Schrift und die \u00fcbrigen orientalisch-mediterranen Schriften stets nur allein zum Schreiben verwendet. Konkret k\u00f6nnten sie in etwa so entstanden sein: Die Menschen hatten erkannt, dass die Natur und die menschliche Gesellschaft von einer Reihe von komplexen Vorstellungen gepr\u00e4gt ist, wie z. B. Ehre, Geburt, Sieg, Tod, Fruchtbarkeit, die zugleich Gottheiten waren.<\/p>\n<p>Wenn es am Anfang nur ein einziges Runenalphabet gegeben hat, so muss es gleichzeitig auch eine einzige Urkultur, ein Urvolk, eine Ursprache gegeben haben. Wo lebte dieses Volk? Im Norden? In Asien? Hie\u00df ihr Land Atlantis? Oder Thule? Seine Angeh\u00f6rigen m\u00fcssten dann im Laufe der Zeit in all die Teile der Welt vorgedrungen sein, in denen es Schriften gibt, die ihren Ursprung in eben den Runen haben. Das dieses Volk im Norden &#8211; sp\u00e4ter vermutlich an der nordatlantischen K\u00fcste &#8211; ans\u00e4ssig war, liegt auf der Hand, man denke nur an die Vorstellungen der Griechen vom Volk der Hyperboreer im \u00e4u\u00dfersten Norden, den ebenfalls im \u00e4u\u00dfersten Norden gelegenen G\u00f6tterberg &#8211; den selbst der j\u00fcdische Prophet Jesaja (14, 13) erw\u00e4hnt-, die Vorstellungen verschiedener V\u00f6lker \u00fcber blonde, hellh\u00e4utige G\u00f6tter. Jedenfalls war das Land Thule\/Atlantis war Ort einer Hochkultur. Seine Bewohner begannen vor etwa 25000 Jahren, die \u00fcbrige Welt zu besiedeln und haben schlie\u00dflich vor etwa 12000 bis 15000 Jahren (vor etwa 13000 Jahren werden Norddeutschland und D\u00e4nemark eisfrei) die Runen in alle Welt verteilt, wo sie jeweils den \u00f6rtlichen Gegebenheiten, wie Sprache, Volk, Religion und Kultur angepasst wurden und ihre Reinheit mit der Zeit genauso verloren wie sich das Blut des Nordvolkes mit dem der Einheimischen vermischte. Sie m\u00f6gen in vielen F\u00e4llen gar F\u00fchrer dieser V\u00f6lker geworden sein&#8230; Das geheimnisvolle Land Thule, zu dem der Grieche Pytheas von Massilia noch um 340 v. u. Z. gesegelt sein will, ist sp\u00e4ter aus irgendeinem unbekannten Grunde vom Parkett der Weltgeschichte verschwunden, aber die haupts\u00e4chlich in Nord- und Mitteleuropa ans\u00e4ssigen Angeh\u00f6rigen seines Volkes bewahrten sein kulturelles Erbe in mannigfacher Weise. Eines sollte man aber trotz aller Spekulationen festhalten: Diese Hyperboreer waren nicht die primitiven Barbaren als die sie leider von der &#8222;klassischen&#8220; Wissenschaft hingestellt werden. Nicht ihnen wurde die Kultur gebracht, sie brachten der Menschheit die Kultur. Infolge von Nord-S\u00fcd-Wanderbewegungen nordischer V\u00f6lker wurde das Runenwissen \u00fcber die gesamte bewohnte Welt verbreitet, und zwar schon in vorgeschichtlicher Zeit bis nach Nordafrika, Amerika und Indien.<\/p>\n<p>Die bekannten Funde von Runeninschriften lassen eine Einteilung der Runen im wesentlichen in vier Alphabete zu: Das \u00c4ltere Futhark (das gemeingermanische Alphabet), das Futhork (das angels\u00e4chsische Alphabet), das Friesische Futhark und das in Skandinavien und auch D\u00e4nemark gebr\u00e4uchliche Alphabet der Wikinger (J\u00fcngeres Futhark, Ursprung liegt in S\u00fcdnorwegen oder Westg\u00f6tland), welches im Gegensatz zu den ersten beiden Alphabeten statt 24 nur 16 Runen z\u00e4hlt. Es ist davon auszugehen, das sich sowohl das skandinavische als auch das angels\u00e4chsische Alphabet aus dem sog. \u00c4lteren Futhark entwickelt haben. Bei den durch die Runen des \u00c4lteren Futhark benannten Silben handelt es sich h\u00f6chstwahrscheinlich um die Ursilben und Urlaute der europ\u00e4ischen Ursprache. Aus ihnen wurden alle W\u00f6rter gebildet.<\/p>\n<p>Alle Runenalphabet sind in Aettir, Achtergruppen unterteilt. Die erste Gruppe des \u00c4lteren Futhark wird Freyrs Aett, die zweite Hagalaz Aett und die dritte Tyrs Aett genannt.<\/p>\n<p>Futhark Zahlensystem<\/p>\n<p>1 2 3 4 5 6 7 8 9 10<\/p>\n<p>Armanenfuthark (in Deutschland stark verbreitet<\/p>\n<p>eine der m\u00f6glichen Theorien zur Entstehungsgeschichte der Runen bezieht sich auf die kosmologische Bedeutung:<\/p>\n<p>Unoffenbarung<\/p>\n<p>Offenbarung im Raum<\/p>\n<p>Offenbarung in der Zeit<\/p>\n<p>Kreuzung von Raum und Zeit (Sonnenrad)<\/p>\n<p>Der Eine im All<\/p>\n<p>Vermehrung durch Drechung von Raum und Zeit (Malkreuz)<\/p>\n<p>Der Mensch im All (Sechseck im Kreis der Vollkommenheit)<\/p>\n<p>Anmerkung:<\/p>\n<p>Einige Elemente aus diesem Artikel sind dem Buch &#8222;Runen im Leben der V\u00f6lker&#8220; von Harry Radegeis entnommen<\/p>\n<p>1) Barbar: das Wort &#8222;Barbar&#8220; war die Bezeichnung der alten Griechen f\u00fcr &#8222;Fremde&#8220; und hat sich in unseren Sprachgebrauch f\u00e4lschlicherweise als Synonym f\u00fcr &#8222;brutalen Primitivling&#8220; eingeb\u00fcrgert<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Harry Radegeis Kartoniert, DIN A4, 197 Seiten, ISBN 3-900589-18-6, ca. 120 Abbildung(en) und Tafeln &#8211; 25 \u00d7 18 cm, Eine ausgezeichnete \u00dcbersicht \u00fcber alle vorhandenen Runenschriften, mit Vergleich zu verwandten Sprachdenkm\u00e4lern; zahlreiche Einzeldarstellungen sind wiedergegeben. F\u00fcr den, der selbst\u00e4ndig forschen will, unentbehrlich. &#8222;Runa&#8220; ist das germanische Wort f\u00fcr &#8222;Geheimnis, Geraune, Zauberzeichen&#8220;, zugleich auch f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":14716,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"product_cat":[82],"product_tag":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/product\/4734"}],"collection":[{"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4734"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14716"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4734"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=4734"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=4734"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}