{"id":11557,"date":"2016-03-19T17:19:36","date_gmt":"2016-03-19T16:19:36","guid":{"rendered":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/shop\/die-deutschen-und-ihr-staat-band-2-die-einkreisung-1871-1914-vom-saturierten-bismarckschen-bis-zum-konkurrierenden-wilhelminischen-reich\/"},"modified":"2017-04-21T15:32:42","modified_gmt":"2017-04-21T13:32:42","slug":"die-deutschen-und-ihr-staat-band-2-die-einkreisung-1871-1914-vom-saturierten-bismarckschen-bis-zum-konkurrierenden-wilhelminischen-reich","status":"publish","type":"product","link":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/produkt\/die-deutschen-und-ihr-staat-band-2-die-einkreisung-1871-1914-vom-saturierten-bismarckschen-bis-zum-konkurrierenden-wilhelminischen-reich\/","title":{"rendered":"Die Deutschen und ihr Staat (Band 2): Die Einkreisung 1871\u20131914 Vom saturierten Bismarckschen bis zum konkurrierenden Wilhelminischen Reich"},"content":{"rendered":"<p><strong>Verkaufspreis bei Abnahme des Gesamtwerks je \u20ac 22.80. Sie<br \/>\nsparen gesamt \u20ac 16.- gegen\u00fcber der Einzelabnahme (Einzelpreis \u20ac 26.80). \u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Preis gilt je Band. Mit Ihrer Bestellung willigen Sie ein,<br \/>\nda\u00df wir Ihnen jeweils nach Erscheinen alle B\u00e4nde zu je \u20ac 22.80 liefern.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>4 B\u00e4nde, 1696 Seiten, Lexikonformat, Leinen, 128 farbige Bildseiten<\/strong><\/p>\n<p><strong>ISBN 978-3-89180-100-0<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><b>ERSCHEINUNGSDATUM: BAND 1+2 ca. APRIL;<\/b><\/span>\u00a0<strong><span style=\"color: #ff0000;\">BAND 3 UND 4 ERSCHEINEN IM<\/span><\/strong>\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\"><strong>HERBST\/WINTER 2013.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Kurztext:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ulrich Schwarze, ehemaliger Vorsitzender Richter am\u00a0Landgericht<br \/>\nBochum, zeichnet von der heutigen Sicht\u00a0eines nicht umerzogenen<br \/>\nDeutschen aus die Entwicklung der nationalen Staatlichkeit der Deutschen<br \/>\nvom ausgehenden Mittelalter bis zur kleinen Wiedervereinigung 1990. Die<br \/>\nDarstellung hat ihren Schwerpunkt in den innen- und au\u00dfenpolitischen<br \/>\nH\u00f6hen und Tiefen des Abschnitts von der M\u00e4rzrevolution 1848 bis zum<br \/>\nBeitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland 1990. Der Verfasser hat<br \/>\nerkannt: Nur vor dem Hintergrund grundlegenden Wissens um ihre<br \/>\nVergangenheit kann die Nation ihren Standort bestimmen, ihre Identit\u00e4t<br \/>\nverteidigen und gangbare Wege f\u00fcr die Zukunft finden. Das von<br \/>\n\u00f6ffentlichen Bildungseinrichtungen und geschichtspolitisch bestimmter<br \/>\nGeschichtsschreibung vermittelte sp\u00e4rliche \u00a0Tatsachenwissen ist weithin \u2013<br \/>\nkeineswegs nur f\u00fcr den Zeitabschnitt von 1933 bis 1945 \u2013 mit<br \/>\nantideutsch verzerrter Tendenz ausgesiebt. Nur eine der Wirklichkeit der<br \/>\nVergangenheit gerecht werdende Revision des den Deutschen<br \/>\nstaatsdoktrin\u00e4r aufgezwungenen Geschichtsbildes kann helfen, das kranke<br \/>\nIdentit\u00e4tsbewu\u00dftsein der Bundesb\u00fcrger zu normalisieren, abartigen<br \/>\nSchuldstolz und selbstm\u00f6rderischen Selbstha\u00df zu \u00fcberwinden, die<br \/>\nSelbstaufgabe und -abschaffung von Staat und Volk abwenden. Ein Pl\u00e4doyer<br \/>\nf\u00fcr den deutschen Nationalstaat, f\u00fcr seine Erneuerung, f\u00fcr die<br \/>\nWiederherstellung seiner Souver\u00e4nit\u00e4t!<\/p>\n<p><u><strong>Band 1:<\/strong><\/u><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Die Kunst des M\u00f6glichen\u00a0800\u20131871<\/strong><\/span><strong>\u00a0Vom Reich ohne Macht bis in die kleindeutsche Einheit<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus geschichtspolitisch korrekter Sicht ist der<br \/>\ndeutsche\u00a0Nationalstaat als kriegerisches Verh\u00e4ngnis \u00fcber Europa<br \/>\nhereingebrochen, weil die Deutschen im 19. Jahrhundert auf den<br \/>\nnationalen Gedanken verfielen. Nachdem sie 1848\/49 ihre Unf\u00e4higkeit zur<br \/>\nBildung eines eigenen demokratischen Staates erwiesen h\u00e4tten, habe der<br \/>\nvon nationalen Regungen freie preu\u00dfische Gewaltmensch Otto von Bismarck,<br \/>\nder \u00bbBlut und Eisen\u00ab gepredigt und Macht \u00fcber Recht gestellt habe,<br \/>\nmittels dreier skrupellos eingef\u00e4delter Kriege das Deutsche Reich<br \/>\ngegr\u00fcndet, einen reaktion\u00e4ren, militaristischen, nach au\u00dfen<br \/>\nunruhig-aggressiven Obrigkeitsstaat. Diesem Zerrbild setzt der Autor die<br \/>\nGeschichtstatsachen entgegen, die zeigen, wie deutsches<br \/>\nNationalbewu\u00dftsein schon fr\u00fch \u2013 in den Bauernkriegen, in der Person<br \/>\nWallensteins oder zur Zeit Friedrichs des Gro\u00dfen \u2013 zutage trat, wie die<br \/>\nPaulskirche Vorstufe zur Reichgr\u00fcndung war und da\u00df die Verunglimpfung<br \/>\nBismarcks die Wirklichkeit ebenso verfehlt wie die Klitterung seiner<br \/>\nSch\u00f6pfung, eines friedlichen Rechts- und Verfassungsstaats.<\/p>\n<p>Wichtige Themengebiete: Die Revolution 1848: Fehlschlag auf ganzer<br \/>\nLinie oder notwendiger erster Schritt?\u2009\u00b7\u2009Preu\u00dfens kleindeutsche Union<br \/>\nund die \u203aSchmach von Olm\u00fctz\u2039\u2009\u00b7\u2009Die deutsche Frage von 1858 bis 1864\u00b7\u2009Der<br \/>\nD\u00e4nische Krieg 1864\u2009\u00b7 Das schleswig-holsteinische Kondominium\u2009\u00b7\u2009Der<br \/>\ninnerdeutsche Hegemonialkrieg 1866 und K\u00f6niggr\u00e4tz\u2009\u00b7\u2009Der Norddeutsche<br \/>\nBund\u2009\u00b7\u2009Die Rache f\u00fcr Sadowa: der Krieg von 1870\/71\u2009\u00b7\u2009Die Reichsgr\u00fcndung<br \/>\nund die Kaiserfrage\u2009\u00b7 Das Deutsche Reich: ein moderner Nationalstaat.<\/p>\n<p>448 S., Lexikonformat, Ln., 32 farbige Bildseiten \u20ac\u200926.80 (bei<br \/>\nAbnahme der vier B\u00e4nde je \u20ac 22.80) ISBN 978-3-89180-096-6 (ca. April<br \/>\n2013)<\/p>\n<p><u><strong>Band 2:<\/strong><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Die Einkreisung\u00a01871\u20131914<\/strong><\/span><strong>\u00a0Vom saturierten Bismarckschen bis zum konkurrierenden Wilhelminischen Reich<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>Was deutscherseits als Einkreisung beklagt werde, m\u00fcsse, so die<br \/>\nGeschichtsdoktrin der Umerzogenen, tats\u00e4chlich eher als<br \/>\n\u203aSelbstausgrenzung\u2039 dem macht\u00adverg\u00f6tzenden, unruhestiftenden<br \/>\nExpansionismus des Deutschen Reiches zugeschrieben werden, dem Raub<br \/>\nElsa\u00df-Lothringens etwa oder der England herausfordernden<br \/>\nHochseekriegsflotte sowie bedrohlicher \u00dcberr\u00fcstung zu Lande. Die<br \/>\nhistorischen Fakten indes zeichnen ein gegenteiliges Bild: Bismarck<br \/>\nhatte die machtpolitische Selbstbeschr\u00e4nkung zum Prinzip erhoben. Auch<br \/>\nunter seinen Nachfolgern suchte das Reich seinen Erfolg im friedlichen<br \/>\nWettbewerb. Seine ma\u00dfvollen wehrpolitischen Anstrengungen sch\u00f6pften,<br \/>\nanders als die Nachbarm\u00e4chte, die eigenen Potentiale nicht aus. Hingegen<br \/>\ntrat der Einkreisungs- und Vernichtungswille gegen\u00fcber dem Staat der<br \/>\nDeutschen in der \u203aKrieg-in-Sicht-Krise\u2039 1875, der Doppelkrise 1885\u201387,<br \/>\nder russisch-franz\u00f6sischen Milit\u00e4rkonvention 1892\/94, der Entente<br \/>\nCordiale 1904 und der Tripel-Entente 1907 offen zutage und f\u00fchrte<br \/>\ngeradewegs in den Ersten Weltkrieg.<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wichtige Themengebiete: B\u00fcndnispolitik 1871\u201375: vom Drei-Kaiser-Bund<br \/>\nbis zur \u203aKrieg-in-Sicht-Krise\u2039\u2009\u00b7\u2009Orientkrise und Berliner<br \/>\nKongre\u00df\u2009\u00b7\u2009Bismarcks zweites Paktsystem als Neubeginn\u2009\u00b7\u2009Sein-Wollen wie<br \/>\ndie anderen: vom \u203aNeuen Kurs\u2039 ab 1890\u2009\u00b7\u2009Die wilhelminische \u00c4ra bis zur<br \/>\nJulikrise 1814: \u00c4ra Caprivi; die Interimskanzlerschaft des F\u00fcrsten zu<br \/>\nHohenlohe-Schillingsf\u00fcrst; B\u00fclow\u2013Tirpitz: Weltpolitik, Flottenbau und<br \/>\nEinkreisung 1897\u20131907; im eisernen Ring: das Reich in der Vorkriegs\u00e4ra<br \/>\n1907\u20131914.<\/p>\n<p>400 S., Lexikonformat, Ln., 32 farbige Bildseiten \u20ac\u200926.80 (bei<br \/>\nAbnahme der vier B\u00e4nde je \u20ac 22.80) ISBN 978-3-89180-097-3 (ca. April<br \/>\n2013)<\/p>\n<p><u><strong>Band 3:<\/strong><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Revisionskrieg und Gegenrevision\u00a01914\u20131939<\/strong><\/span><strong>\u00a0Die barbarische Revision bis\u00a0zum Hitler-Stalin-Pakt<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Je nach Ausrichtung wartet die geschichtspolitisch korrekte<br \/>\nHistoriographie mit unterschiedlichen Deutungen des Ersten Weltkrieges<br \/>\nauf: Die \u203aUrkatastrophe des 20. Jahrhunderts\u2039 sei er gewesen, als ob die<br \/>\nFrage nach Ursachen und die Schuld nicht tief ins 19. Jahrhundert<br \/>\nwiese. Wer ganz von Umerziehung durchdrungen ist, steht sogar heute noch<br \/>\nauf dem Boden der Kriegsschuldl\u00fcge des Art. 231 des Diktats von<br \/>\nVersailles. Minder extrem, doch nicht minder unredlich ist die Lesart,<br \/>\ndie europ\u00e4ischen Regierungen seien unversehens in dieses Morden<br \/>\ngestolpert \u2013 sozusagen wie Bauernburschen in eine Wirtshausschl\u00e4gerei.<br \/>\nDie Wirklichkeit sah indes ganz anders aus: Zun\u00e4chst auf den<br \/>\nSchlachtfeldern und sodann im Tribunal von Versailles 1919 unternahmen<br \/>\nes die etablierten M\u00e4chte, Bismarcks Staatsgr\u00fcndung zu revidieren, das<br \/>\nDeutsche Reich als Machtfaktor auszuschalten. Anschlie\u00dfend suchten<br \/>\nzun\u00e4chst die Regierungen der Republik von Weimar und sodann die des<br \/>\nAdolf Hitler die Revision der v\u00f6lkerrechtswidrigen \u203aOrdnung\u2039 des<br \/>\nGewaltfriedens der Sieger.<\/p>\n<p>Wichtige Themengebiete: Vom Siegeslauf im Westen bis zur Kapitulation<br \/>\nvon Compi\u00e8gne; das Antlitz des Ersten Weltkriegs\u2009\u00b7\u2009Das deutsche<br \/>\nWaffenstillstands- und Friedensangebot\u2009\u00b7 Deutschland im Innern von<br \/>\nJanuar bis Oktober 1918\u2009\u00b7\u2009Die \u203aNovemberrevolution\u2039 1918 und die<br \/>\nRepublik\u2009\u00b7\u2009Das Versailler Diktat\u00b7\u2009Das System von Versailles: der<br \/>\nV\u00f6lkerbund; die Verantwortlichkeit der Gro\u00dfm\u00e4chte; die Diktate gegen<br \/>\nDeutschlands ehemalige Verb\u00fcndete\u2009\u00b7\u2009Das Deutsche Reich als Republik von<br \/>\nWeimar\u2009\u00b7\u2009Die \u00c4ra Adolf Hitler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>400 S., Lexikonformat, Ln., 32 farbige Bildseiten \u20ac\u200926.80 (bei<br \/>\nAbnahme der vier B\u00e4nde je \u20ac 22.80) ISBN 978-3-89180-098-0 (Herbst 2013)<\/p>\n<p><u><strong>Band 4:<\/strong><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Kein Ende des Sonderweges\u00a01939\u20131990<\/strong><\/span><strong>\u00a0Vom Kriegsausbruch bis\u00a0zur kleinen Wiedervereinigung<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach ihrer Selbstdarstellung k\u00e4mpften die Sieger des\u00a0Zweiten<br \/>\nWeltkriegs gegen das \u203aabsolut B\u00f6se\u2039, das wie\u00a0der Wolf \u00fcber die<br \/>\nL\u00e4mmerherde \u00fcber die friedliche Staatenwelt hergefallen war. Den<br \/>\nBesiegten, so die ihnen auferlegte westliche Staatsdoktrin, gew\u00e4hrte der<br \/>\nSiegergro\u00dfmut einen Neuanfang im geteilten Land, dessen Republiken sich<br \/>\nj\u00fcngst in einem souver\u00e4nen Gesamtstaat wiedervereinigen durften,<br \/>\nfreilich nicht ohne einigen ohnehin l\u00e4ngst vollzogenen Gebietsverlusten<br \/>\nzuzustimmen. Auch hier klaffen Abgr\u00fcnde zur Wirklichkeit: Verantwortlich<br \/>\nf\u00fcr die Fortsetzung des zweiten Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges waren<br \/>\nvornehmlich Gro\u00dfbritannien, Polen, die USA, die Sowjetunion und das<br \/>\nDeutsche Reich. Die Umerziehung brachte eine unterw\u00fcrfige, nationaler<br \/>\nInteressenpolitik unf\u00e4hige politische Klasse hervor. Die sich im Zuge<br \/>\nder Vereinigung von West- und Mitteldeutschland er\u00f6ffnende Chance<br \/>\nneutraler Souver\u00e4nit\u00e4t wurde vertan. Die Frage der deutschen Ostgebiete<br \/>\nwurde durch die Vertr\u00e4ge 1990\/91 entgegen offizieller Lesart nicht<br \/>\ngeregelt, sondern nur au\u00dfer Streit gestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wichtige Themengebiete: Der Zweite Weltkrieg\u2009\u00b7\u2009 Zwischen<br \/>\nmilit\u00e4rischer Kapitulation und der Zweistaatlichkeit auf dem Boden des<br \/>\nDeutschen Reiches\u2009\u00b7\u2009 Die Teilstaaten im Westen und in der Mitte des<br \/>\nDeutschen Reiches\u2009\u00b7\u20091955\u20131989: Jahrzehnte der Stagnation\u2009\u00b7\u2009 Der Beitritt<br \/>\nder DDR zur Bundesrepublik\u2009\u00b7\u2009 Die internationalen Deutschlandabkommen<br \/>\nvon 1990\/91: keine \u00c4nderung, nur \u203aAu\u00dferstreitstellung\u2039 des weiter<br \/>\ngeltenden Rechtsstatus Deutschlands und seiner Ostgebiete in den Grenzen<br \/>\nvon 1937.<\/p>\n<div>448 S., Lexikonformat, Ln., 32 farbige Bildseiten \u20ac\u200926.80 (bei<br \/>\nAbnahme der vier B\u00e4nde je \u20ac 22.80) ISBN 978-3-89180-099-7 (Winter 2013)<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den Autor:<\/strong><\/p>\n<p>2. 10. 1940: geboren in Halle\/Saale.<\/p>\n<p>1947: Nach Entlassung des Vaters (Erster Staatsanwalt) aus<br \/>\nUS-amerikanischer Internierung (\u203aautomatischer Arrest\u2039) in<br \/>\nWestdeutschland: Flucht mit Mutter und vier Geschwistern aus der SBZ<br \/>\n\u00fcber die \u203aGr\u00fcne Grenze\u2039 in die amerikanische Zone.<\/p>\n<p>1960\u20131968: Studium der Rechts- und Staatswissenschaften sowie Gerichtsreferendariat in M\u00fcnster\/Westf.<\/p>\n<p>1965: Eeheschlie\u00dfung mit Renate Schwarze, geb. Fey.<\/p>\n<p>Ab 1970 Richter, ab 1983 Vorsitzender Richter am Landgericht Bochum;<br \/>\nVorsitz einer Gro\u00dfen Strafkammer f\u00fcr Wirtschaftsstrafsachen; 1991\u20131995<br \/>\nAbordnung an das Bezirks- bzw. Landgericht Potsdam zum Ausbau einer<br \/>\nrechtsstaatlichen Justiz, Vorsitz in Kassations- und<br \/>\nRehabilitierungssenaten und -kammern, Mitautor eines Kommentars zum<br \/>\nRehabilitierungsgesetz (\u00bbPotsdamer Kommentar\u00ab).<\/p>\n<p>1995\u20131998: Vorsitzender einer Jugendstrafkammer am Landgericht Bochum.<\/p>\n<p>1998 Pensionierung (vorzeitig wegen Herzkrankheit). Danach weithin Besch\u00e4ftigung mit historischen Studien.<\/p>\n<p><!-- [if gte mso 9]><xml>\n<w:WordDocument>\n<w:View>Normal<\/w:View>\n<w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n<w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n<w:PunctuationKerning\/>\n<w:ValidateAgainstSchemas\/>\n<w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n<w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n<w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n<w:Compatibility>\n<w:BreakWrappedTables\/>\n<w:SnapToGridInCell\/>\n<w:WrapTextWithPunct\/>\n<w:UseAsianBreakRules\/>\n<w:DontGrowAutofit\/>\n<\/w:Compatibility>\n<w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n<\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><\/p>\n<p><!-- [if gte mso 9]><xml>\n<w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n<\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 10]>\n\n\n\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\ntable.MsoNormalTable\n{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\nmso-tstyle-rowband-size:0;\nmso-tstyle-colband-size:0;\nmso-style-noshow:yes;\nmso-style-parent:\"\";\nmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\nmso-para-margin:0cm;\nmso-para-margin-bottom:.0001pt;\nmso-pagination:widow-orphan;\nfont-size:10.0pt;\nfont-family:\"Times New Roman\";\nmso-ansi-language:#0400;\nmso-fareast-language:#0400;\nmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n\n<![endif]--><!-- [if gte mso 9]><xml>\n<o:shapedefaults v:ext=\"edit\" spidmax=\"1026\"\/>\n<\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 9]><xml>\n<o:shapelayout v:ext=\"edit\">\n<o:idmap v:ext=\"edit\" data=\"1\"\/>\n<\/o:shapelayout><\/xml><![endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b><span style=\"font-size: 20pt; line-height: 115%;\">Pl\u00e4doyer gegen ein verzerrtes<br \/>\nGeschichtsbild<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14pt; line-height: 115%;\">Vierb\u00e4ndiges Werk rechnet mit umerzogener<br \/>\ndeutscher Geschichtsschreibung ab!<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; text-indent: 0cm; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Beim Hohenrain-Verlag,<br \/>\nT\u00fcbingen, erscheint eine Buchreihe von Ul<a name=\"_GoBack\"><\/a>rich Schwarze zu<br \/>\ndem Thema \u00bbDie Deutschen und ihr Staat\u00ab. Vier thematisch jeweils selbst\u00e4ndige<br \/>\nB\u00e4nde bieten eine dennoch in sich geschlossene Darstellung der Geschichte des<br \/>\ndeutschen Volkes von Anbeginn bis 1990 unter dem Gesichtspunkt seiner<br \/>\nStaatlichkeit. Im Vordergrund stehen die verh\u00e4ngnisvollen Versuchungen, in die<br \/>\ndas Zur\u00fcckbleiben Deutschlands hinter der europ\u00e4ischen Entwicklung nationaler<br \/>\nStaatwerdung die benachbarten M\u00e4chte f\u00fchrte. Es wird gezeigt, wie die<br \/>\nstrukturelle Schw\u00e4che des universalen Heiligen R\u00f6mischen Reiches, in deren<br \/>\nFolge auf deutschem Boden erst im Jahre 1871 mit dem kleindeutschen<br \/>\nBismarck-Reich ein moderner Nationalstaat entstehen konnte, das Land f\u00fcr Jahrhunderte<br \/>\nden Revier- und Raubinstinkten bereits fr\u00fch in sich gefestigter Nachbarstaaten<br \/>\nauslieferte. Unter dem Schlagwort von der \u00bbversp\u00e4teten Nation\u00ab hat dieser<br \/>\nThemenkreis bislang nur in Andeutungen Eingang in gegenw\u00e4rtige<br \/>\nGeschichtsschreibung gefunden. Eine umfassende Betrachtung der deutschen<br \/>\nGeschichte mit Schwerpunkt auf diesem Aspekt fehlte bis jetzt \u2013 ebenso wie die<br \/>\nangemessene W\u00fcrdigung der verh\u00e4ngnisvollen Auswirkungen, die es auf die<br \/>\nGeschicke Deutschlands und letztlich Europas hatte, da\u00df die Mitte des<br \/>\nKontinents kaum mehr als blo\u00dfe Verf\u00fcgungsmasse der Randm\u00e4chte sowie \u00f6rtlicher<br \/>\nTerritorialherren war. Die Buchreihe \u00bbDie Deutschen und ihr Staat\u00ab schlie\u00dft<br \/>\ndiese L\u00fccke. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">H\u00e4tte es zum Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg, zu den<br \/>\nnapoleonischen und den Freiheitskriegen,\u00a0dem Krieg 1870\/71, dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg, zur Aufteilung<br \/>\nder Welt unter den Superm\u00e4chten USA und UdSSR kommen k\u00f6nnen, und w\u00e4re<br \/>\nDeutschland heute ein lediglich formal souver\u00e4ner Staat, wenn im deutschen<br \/>\nKultur- und Siedlungsraum bereits seit dem Mittelalter ein auf nationaler<br \/>\nGrundlage zentral regiertes, robust organisiertes deutsches K\u00f6nigreich<br \/>\nbestanden h\u00e4tte? Der Autor der Buchreihe versucht nicht etwa, diese<br \/>\nhypothetischen Fragen konkret zu beantworten; doch dr\u00e4ngen sich diese bei der Lekt\u00fcre<br \/>\ngeradezu auf. Der Blick auf die unabl\u00e4ssigen Zugriffe der Anliegerstaaten des<br \/>\ndeutschen Machtvakuums, die schlie\u00dflich mit Totschlagereflexen auf die deutsche<br \/>\nStaatwerdung reagierten, f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig zu der Feststellung, da\u00df die<br \/>\nVerantwortung f\u00fcr das in die Gegenwart fortwirkende kriegerische Geschehen in<br \/>\nund um Deutschland nicht bei der \u00bbversp\u00e4teten Nation\u00ab, sondern vorwiegend bei<br \/>\nden altetablierten M\u00e4chten lag. Es ist der geschichtsrevisionistische Kern<br \/>\ndieser Schuldzuweisung, der die politisch korrekte Historiographie eine<br \/>\nopportunistisch-\u00e4ngstliche Vermeidungshaltung gegen\u00fcber dem an sich h\u00f6chst<br \/>\nbedeutsamen Themenkreis dieser Buchreihe einnehmen l\u00e4\u00dft. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Bei der Wiedergabe historischer Tatsachen beschr\u00e4nkt<br \/>\nsich das Werk im Objektiven ausschlie\u00dflich auf Nachpr\u00fcfbares, Unstreitiges. Um<br \/>\nso deutlicher l\u00e4\u00dft es hervortreten, mit welcher Selbstverleugnung \u2013 im Sinne<br \/>\neines Mangels an wissenschaftlicher Selbstachtung \u2013 Historiker der Gegenwart<br \/>\nGeschichtssachverhalte durch Verschweigen, Unterdr\u00fccken oder Umf\u00e4lschen von<br \/>\nFakten so manipulieren, da\u00df sie geeignet erscheinen, die vertretenen<br \/>\ngeschichtspolitisch korrekten Thesen zu begr\u00fcnden. Alle vier B\u00e4nde zeigen es in<br \/>\nvielen Zusammenh\u00e4ngen: Ein Geschichtsrevisionismus, der sich auf<br \/>\nRichtigstellungen hinsichtlich der Rolle des deutschen Volkes unter der<br \/>\nHerrschaft des Nationalsozialismus sowie auf die unmittelbare Vorgeschichte des<br \/>\nZweiten Weltkrieges beschr\u00e4nkt, reicht keineswegs aus, denn das den Deutschen<br \/>\namtlich verordnete Geschichtsbild der Sieger des Zweiten Weltkrieges ist weit<br \/>\numfassender: Seine Korrektur mu\u00df Jahrhunderte einschlie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; text-indent: 0cm; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Der erste Band der Reihe,<i> Die Kunst<br \/>\ndes M\u00f6glichen \u2013 800\u20131871 \u2013 Vom Reich ohne Macht bis in die kleindeutsche<br \/>\nEinheit<\/i>, beschreibt, wie der Weg in einen Nationalstaat, verz\u00f6gert um<br \/>\nJahrhunderte und \u00bbunter den Gewehrl\u00e4ufen Europas\u00ab (Bismarck), schlie\u00dflich doch<br \/>\nnoch gelang. Das Deutsche Reich war ein moderner, ausgepr\u00e4gt f\u00f6deraler,<br \/>\nwirtschaftlich leistungsorientierter, in den Wissenschaften f\u00fchrender<br \/>\nVerfassungs- und Rechtsstaat mit einem aus allgemeinen, gleichen, direkten und<br \/>\ngeheimen Wahlen hervorgehenden Reichstag und einer vorbildlichen<br \/>\nSozialgesetzgebung. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; text-indent: 0cm; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; text-indent: 0cm; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Im zweiten Band, <i>Die Einkreisung \u2013<br \/>\n1871\u20131914 \u2013 Vom saturierten Bismarckschen bis zum konkurrierenden<br \/>\nWilhelminischen Reich,<\/i> wird ausgef\u00fchrt, wie die etablierten europ\u00e4ischen<br \/>\nM\u00e4chte ihre althergebrachten Rivalit\u00e4ten hintanstellten und sich mit dem Ziel<br \/>\nzu Koalitionen zusammenschlossen, den neuen Staat und Machtfaktor in ihrer<br \/>\nMitte auszuschalten. Dessen Regierungen rangen unausgesetzt und vergeblich<br \/>\ndarum, die existentielle Bedrohung von Deutschland abzuwenden, bis die<br \/>\nfeindliche Einkreisung das Reich im Jahre 1914 in den milit\u00e4rischen Abwehrkampf<br \/>\nzwang. Dieser Band macht deutlich, wie sich geschichtspolitisch konditionierte<br \/>\nHistoriker der bundesdeutschen Gegenwart nicht scheuen, die jene Jahrzehnte<br \/>\nunleugbar \u00fcbergreifenden geschichtlichen Grundlinien mit der Behauptung, das<br \/>\nDeutsche Reich sei nicht eingekreist worden, sondern habe sich als unruhiger,<br \/>\nexpansiver St\u00f6renfried der Staatengemeinschaft selber \u203aausgekreist\u2039, geradezu<br \/>\nin ihr Gegenteil zu verkehren. \u00dcberdies legt der Autor dar, da\u00df interessierte<br \/>\npolitische Instanzen und ihnen willf\u00e4hrige Historiographen die wahren<br \/>\ngeschichtlichen Zusammenh\u00e4nge verschleiern, wenn sie die Frage nach der Schuld<br \/>\nan der sogenannten \u203aUrkatastrophe des 20. Jahrhunderts\u2039 unter Hinweis auf das<br \/>\nTaktieren der M\u00e4chte in der Julikrise 1914 mit der dreisten Behauptung<br \/>\nbeantworten, diesen Krieg habe keine der Regierungen wirklich gewollt.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; text-indent: 0cm; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Der dritte Band, <i>Revisionskrieg und<br \/>\nGegenrevision \u2013 1914\u20131939 \u2013 Die barbarische Revision bis zum Hitler-Stalin-Pakt<\/i>,<br \/>\nbefa\u00dft sich mit dem Ersten Weltkrieg, dem Diktat von Versailles und dem hierauf<br \/>\ngr\u00fcndenden europ\u00e4ischen Staatensystem. Dies sind die drei Elemente\u00a0des gro\u00dfangelegten Versuches der M\u00e4chte der<br \/>\nEntente und ihrer Verb\u00fcndeten, die kleindeutsche Staatsgr\u00fcndung von 1871<br \/>\neiner\u00a0\u203abarbarischen Revision\u2039 zu<br \/>\nunterziehen. Unausgesprochen lag dem Diktatfrieden, so legt der Verfasser<br \/>\n\u00fcberzeugend dar, als Bedingung zugrunde, da\u00df das wehrlose, verst\u00fcmmelte,<br \/>\ngefesselte und finanziell ausgepre\u00dfte Deutsche Reich seinen machtpolitischen<br \/>\nStatus von 1914 nie wieder erreichen werde; andernfalls w\u00fcrde der lediglich<br \/>\nausgesetzte Krieg wieder aufgenommen werden. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Das Buch er\u00f6rtert die gegen die Unrechtsordnung von<br \/>\nVersailles gerichtete, teils erfolgreiche Politik der Regierungen der Weimarer<br \/>\nRepublik und des nationalsozialistischen Reichskanzlers Adolf Hitler. Zur<br \/>\nSprache kommen der Vertrag von Rapallo, die von der Reichsregierung<br \/>\nunterst\u00fctzte deutsche Selbstbehauptung an der Ruhr, die Verweigerung eines<br \/>\n\u203aOst-Locarno\u2039 (Anerkennung des im Osten geschaffenen Unrechts von Versailles),<br \/>\nferner die Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Zollunion Berlin\u2013Wien, der Austritt aus den Genfer<br \/>\nScheinverhandlungen \u00fcber Abr\u00fcstung, die R\u00fcckkehr des Saarlandes, die<br \/>\nWiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht, die Wiederherstellung der Wehrhoheit im<br \/>\nRheinland, der Anschlu\u00df \u00d6sterreichs, die Eingliederung des Sudetenlandes und<br \/>\ndie R\u00fcckkehr des Memellandes. Ber\u00fccksichtigung findet aber auch der<br \/>\nrevisionspolitisch nicht begr\u00fcndbare und eindeutig v\u00f6lkerrechtswidrige<br \/>\nEinmarsch der Wehrmacht in die \u203aResttschechei\u2039.\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Die revisionspolitischen Erfolge sowie der<br \/>\nWiederaufstieg des Deutschen Reiches als europ\u00e4ische Gro\u00dfmacht hatten,<br \/>\nnamentlich aus britischer Sicht, die Grundlage des bedingten Friedens von<br \/>\nVersailles beseitigt. Um den Krieg gegen Deutschland wieder aufnehmen zu<br \/>\nk\u00f6nnen, versuchte England vergeblich, eine internationale Koalition unter<br \/>\nEinschlu\u00df der Sowjetunion zu schmieden. Doch erfolgreich ermunterte es eine<br \/>\nchauvinistische polnische Regierung durch ein nicht einl\u00f6sbares<br \/>\nGarantieversprechen zu einer Politik der aggressiven Provokationen gegen\u00fcber<br \/>\ndem Reich. Diese sollte den deutschen Diktator verleiten, den \u203aersten Schu\u00df\u2039 in<br \/>\ndem dann auszuweitenden Kriege abzugeben. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Der Band schlie\u00dft mit der deutsch-sowjetischen<br \/>\nAnn\u00e4herung und dem Hitler-Stalin-Pakt, mittels dessen der sowjetische Diktator<br \/>\nden Krieg auszul\u00f6sen gedachte, in den er als \u203alachender Dritter\u2039 erst dann<br \/>\nentscheidend eingreifen wollte, wenn sich die Kr\u00e4fte der Kriegsparteien<br \/>\naneinander verschlissen haben w\u00fcrden. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Zur innenpolitischen Entwicklung stellt der Verfasser<br \/>\nhier die \u00fcbliche Sichtweise in Frage, da\u00df das Kriegsende 1918 einen wirklichen<br \/>\nUmbruch und Neuanfang bedeutet habe. Er gibt zu bedenken, da\u00df das Reich bereits<br \/>\nvor Kriegsende, im Oktober 1918, durch verfassungs\u00e4ndernde Gesetze den letzten,<br \/>\nnur noch formalen Schritt in die parlamentarisch dominierte Staatsform<br \/>\nvollzogen hatte. Die \u203aNovemberrevolution\u2039 war eher ein innerer Kollaps des von<br \/>\nvier Jahren Kampf gegen eine Welt von Feinden ersch\u00f6pften deutschen Volkes. Die<br \/>\nparteipolitischen und weltanschaulichen Kr\u00e4fte der Republik waren dieselben,<br \/>\ndie bereits zu Zeiten des Kaisers bestimmend gewesen waren. Ein eigentlicher<br \/>\nUmbruch trat erst, nachdem die Bedr\u00fcckungen von Versailles zum Aufstieg der<br \/>\ntotalit\u00e4ren Massenbewegungen des Marxismus\/Leninismus und des<br \/>\nNationalsozialismus gef\u00fchrt hatten, im Jahre 1933 ein, und zwar nicht schon am<br \/>\n30.\u00a0Januar, dem Tag der sogenannten \u203aMachtergreifung\u2039, sondern erst mit<br \/>\ndem Erm\u00e4chtigungsgesetz vom 23.\u00a0 M\u00e4rz 1933, mit dessen Erla\u00df sich der<br \/>\ndemokratisch gew\u00e4hlte Reichstag selbst entmachtete und den Reichskanzler Adolf<br \/>\nHitler zum Diktator erhob. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; text-indent: 0cm; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Der vierte Band der Reihe, <i>Kein Ende<br \/>\ndes Sonderweges \u2013 1939\u20131990 \u2013 Vom Kriegsausbruch bis zur kleinen<br \/>\nWiedervereinigung,<\/i> stellt dar, wie Warschau der ihm von London angedienten<br \/>\n\u203aStreichholzfunktion\u2039 bei der Ausl\u00f6sung des Zweiten Weltkrieges vollauf gerecht<br \/>\nwurde, alsdann England und sein franz\u00f6sischer Alliierter dem Deutschen Reich<br \/>\nden Krieg erkl\u00e4rten, deutsche Friedenshoffnungen nach dem Frankreich-Feldzug<br \/>\nentt\u00e4uscht wurden, mit dem \u203aUnternehmen Barbarossa\u2039 der bef\u00fcrchtete<br \/>\nZweifrontenkrieg Wirklichkeit wurde, Roosevelt den europ\u00e4ischen Konflikt mittels<br \/>\nPearl Harbor zum Weltkrieg ausweitete und wie die bedingungslose Kapitulation<br \/>\nder Wehrmacht die milit\u00e4rische Niederlage Deutschlands besiegelte. Das Buch<br \/>\ngeht ein auf das m\u00f6rderische angels\u00e4chsische Terrorbombardement gegen die<br \/>\nZivilbev\u00f6lkerung deutscher St\u00e4dte, die auf Beseitigung des deutschen<br \/>\nNationalstaats gerichtete anglo-amerikanische Forderung nach bedingungsloser<br \/>\nKapitulation des Reiches, auf die Rolle des Widerstandes gegen das NS-Regime<br \/>\nund seine in Hinsicht auf die Bedingungen des Krieges vorzunehmende Bewertung,<br \/>\nferner auf die Konferenz von Jalta, die die Teilung Deutschlands und Europas<br \/>\nf\u00fcr viele Jahrzehnte einleitete. Rationale Erw\u00e4gungen zu den<br \/>\nKriegsschuldanteilen der beteiligten M\u00e4chte treten dem ahistorischen<br \/>\ngeschichtspolitischen Dogma von der deutschen \u203aAlleinschuld\u2039 entgegen. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Der Autor betont die krasse V\u00f6lkerrechtswidrigkeit der<br \/>\nInhaftierung des Reichspr\u00e4sidenten D\u00f6nitz und seiner Regierung am 23. Mai und<br \/>\nder Machtergreifung einer alliierten Milit\u00e4rdiktatur am 5.\u00a0Juni 1945 und er\u00f6rtert das Potsdamer<br \/>\nProtokoll vom 2. August 1945, das vom v\u00f6lkerrechtlichen Fortbestand<br \/>\nDeutschlands in den Grenzen von 1937 ausging. Dessen tats\u00e4chliche Dreiteilung<br \/>\nin einen westlichen und einen mittleren Teilstaat und die von den einheimischen<br \/>\nDeutschen \u203aethnisch ges\u00e4uberten\u2039, fremder Staatlichkeit und Neubesiedlung<br \/>\nunterworfenen deutschen Ostprovinzen bahnte sich an. Im Westen schuf ein<br \/>\nParlamentarischer Rat ein deutsches Grundgesetz, das voll aus den Quellen der<br \/>\neigenen nationalfreiheitlichen, rechtsstaatlichen Demokratiebewegung sch\u00f6pfte.<br \/>\nKeineswegs bedurften die Verfassungsgeber des Jahres 1949 der Belehrung durch<br \/>\narrogante westliche Sieger. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Alsbald nach dem Ende der Kampfhandlungen setzten die<br \/>\nSieger den Krieg mit anderen \u2013 massenpsychologischen \u2013 Mitteln fort: einem<br \/>\nhistorisch unerh\u00f6rten Umerziehungsprogramm, das vorgeblich die \u2013 kaum mehr<br \/>\nlebendige \u2013 nationalsozialistische Weltanschauung austilgen sollte, tats\u00e4chlich<br \/>\naber die Zersetzung der nationalen Identit\u00e4t und des Selbstwertgef\u00fchls des deutschen<br \/>\nVolkes zum Ziel hatte. Eindringlich schildert der Verfasser die Auswirkungen<br \/>\ndieses Prozesses bis in die Gegenwart. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">In den beiden deutschen Teilstaaten waren anfangs<br \/>\npolitische Kr\u00e4fte wirksam gewesen, die f\u00fcr die deutsche Nationalstaatlichkeit<br \/>\neintraten, in der DDR allerdings im Gemenge mit marxistisch-leninistischer<br \/>\nZielrichtung. In der Bundesrepublik wurden diese Kr\u00e4fte indes bald durch<br \/>\nanationale Bef\u00fcrworter der Westbindung verdr\u00e4ngt, f\u00fcr die der Name des von Kurt<br \/>\nSchumacher so genannten \u00bbKanzlers der Alliierten\u00ab Konrad Adenauer steht. Zu<br \/>\nRecht weist der Autor der Note Stalins vom 10. M\u00e4rz 1952 einen wichtigen Platz<br \/>\nin der deutschen Nachkriegsgeschichte zu. Da\u00df diese Initiative im damaligen<br \/>\nInteresse der Sowjeunion lag, schlie\u00dft ihre Sinnhaftigkeit f\u00fcr Deutschland<br \/>\nnicht aus; sie h\u00e4tte den Deutschen zur Einheit und zu einer nationalstaatlichen<br \/>\nZukunft in Neutralit\u00e4t verhelfen k\u00f6nnen. Bleibende Hoffnungen f\u00fcr die Zukunft<br \/>\nstrahlte, wenn sie auch an Sowjetpanzern scheiterte, die mitteldeutsche<br \/>\nRevolution vom 17. Juni 1953 aus. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Stagnation, Kleinmut und Gleichg\u00fcltigkeit in der<br \/>\ndeutschen Frage herrschten von der Mitte der neunzehnhundertf\u00fcnfziger bis Ende<br \/>\nder neunzehnhundertneunziger Jahre. Gew\u00fcrdigt werden hier die Verdienste des<br \/>\nBundesverfassungsgerichtes in seinen damaligen Besetzungen, das in mehreren<br \/>\nEntscheidungen den Fortbestand des 1867\/70\/71 gegr\u00fcndeten deutschen Staates<br \/>\nfeststellte und damit kurzatmiger Anerkennungspolitik, wenn auch sehr<br \/>\nvorsichtig, Z\u00fcgel anlegte. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\" style=\"text-align: left; line-height: 12.5pt;\" align=\"left\"><span style=\"font-size: 10.5pt;\">Die historische Darstellung schlie\u00dft mit der zweiten,<br \/>\ndiesmal erfolgreichen Revolution der mitteldeutschen Bev\u00f6lkerung, die zur<br \/>\nkleinen Wiedervereinigung f\u00fchrte, und mit den in diesem Zusammengang<br \/>\ngeschlossenen internationalen Vertr\u00e4gen. Diese werden inbesondere darauf<br \/>\nuntersucht, ob sie hinsichtlich der deutschen Ostgebiete Einigungen \u00fcber<br \/>\nv\u00f6lkerrechtlich konstitutiv wirksame Rechts\u00fcberg\u00e4nge enthalten. Die \u00dcberpr\u00fcfung<br \/>\nf\u00fchrt \u2013 das mag manchen \u00fcberraschen \u2013 eindeutig zu dem Ergebnis, da\u00df dies nicht<br \/>\nder Fall ist: Der v\u00f6lkerrechtliche Status der deutschen Ostprovinzen in den<br \/>\nGrenzen von 1937 blieb unangetastet. Die internationalen Deutschlandabkommen<br \/>\nvon 1990\/91 hatten lediglich die politische Wirkung, ihn \u203aau\u00dfer Streit zu<br \/>\nstellen\u2039. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10.5pt; line-height: 115%;\">Ein Epilog am Ende dieses Bandes lenkt den Blick auf die umerziehungsbedingten<br \/>\nnationalen Traumata und Neurosen der deutschen Gegenwart und auf die bereits in<br \/>\nGang gesetzte Zerst\u00f6rung unseres Nationalstaats. Doch besteht Hoffnung auf eine<br \/>\nZukunft des Staates der Deutschen in einem einigen Europa souver\u00e4ner, gleichberechtigter<br \/>\nVaterl\u00e4nder.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verkaufspreis bei Abnahme des Gesamtwerks je \u20ac 22.80. Sie sparen gesamt \u20ac 16.- gegen\u00fcber der Einzelabnahme (Einzelpreis \u20ac 26.80). \u00a0 Preis gilt je Band. 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