{"id":10545,"date":"2016-03-19T17:09:39","date_gmt":"2016-03-19T17:09:39","guid":{"rendered":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/shop\/die-unbequeme-nation-2000-jahre-wirtschafts-und-religionskrieg-gegen-die-deutschen\/"},"modified":"2016-03-25T19:15:25","modified_gmt":"2016-03-25T18:15:25","slug":"die-unbequeme-nation-2000-jahre-wirtschafts-und-religionskrieg-gegen-die-deutschen","status":"publish","type":"product","link":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/produkt\/die-unbequeme-nation-2000-jahre-wirtschafts-und-religionskrieg-gegen-die-deutschen\/","title":{"rendered":"Die unbequeme Nation: 2000 Jahre Wirtschafts- und Religionskrieg gegen die Deutschen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial;\">Im Jahre der 2000sten Wiederkehr der Schlacht bei Kalkriese, auch<br \/>\nHermanns- oder Varusschlacht genannt, ist es angebracht zu<br \/>\nuntersuchen, was R\u00f6mer und andere fremde M\u00e4chte von den Deutschen<br \/>\nund in ihrem Land wollten. Es ist bekannt, da\u00df der Kampf zwischen<br \/>\nDeutschen und Rom \u00fcber 400 Jahre weiterging und mit dem Untergang<br \/>\ndes r\u00f6mischen Imperiums endete.<br \/>\nSchon vor der letzten Entscheidung kam eine andere Macht empor,<br \/>\ndie in der Eroberung und Unterwerfung der deutschen Nation mehr<br \/>\nErfolg hatte: Die Kirche. Aber auch sie hat bis heute nur teilweise<br \/>\ngesiegt und im 1500j\u00e4hrigen Kampf mit der deutschen Nation viele<br \/>\nR\u00fcckschl\u00e4ge erlitten.<br \/>\nDas Buch enth\u00fcllt unbekannte Zusammenh\u00e4nge zwischen Religion\/<br \/>\nChristentum, Landraub, Geld, Priestertum und Kapitalismus &#8211; Einfl\u00fcsse,<br \/>\ndie entweder von allen Historikern verschwiegen, nicht beachtet oder<br \/>\nnicht verstanden worden sind. Diesen Spuren wird im Buch<br \/>\nnachgegangen, wobei der Verfasser geradezu sensationelle Ergebnisse<br \/>\naufzeigt. Priesterb\u00fcnde \u00fcben ihre Herrschaft nicht nur \u00fcber die Seelen,<br \/>\nsondern auch das materielle Dasein der Menschen und die<br \/>\nVolkswirtschaft durch ihre Geldmacht aus.<br \/>\nEs stellt sich heraus, da\u00df es Konjunktur und Rezession seit Jahrtausenden<br \/>\ngibt und dem Menschengeschlecht schwer geschadet hat.<br \/>\nAber damit d\u00fcrfen wir uns nicht abfinden. Jedes Wirtschaftssystem<br \/>\nund jede Religion ist Menschenwerk; kann zerst\u00f6rt oder ver\u00e4ndert<br \/>\nwerden, und Machthaber sind auch sterblich.<br \/>\nDie deutsche Nation besa\u00df vor dem Kampf mit dem Priestertum eine<br \/>\neigene, naturgem\u00e4\u00dfe, ausbeutungsfreie Wirtschaftsordnung. Sie gilt<br \/>\nes in moderner Form wieder herzustellen, damit der Mensch gedeihen<br \/>\nund sich weiter entwickeln kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">\u00a0<\/span><!-- [if gte mso 9]><xml>\n<w:WordDocument>\n<w:View>Normal<\/w:View>\n<w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n<w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n<w:PunctuationKerning\/>\n<w:ValidateAgainstSchemas\/>\n<w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n<w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n<w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n<w:Compatibility>\n<w:BreakWrappedTables\/>\n<w:SnapToGridInCell\/>\n<w:WrapTextWithPunct\/>\n<w:UseAsianBreakRules\/>\n<w:DontGrowAutofit\/>\n<\/w:Compatibility>\n<w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n<\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 9]><xml>\n<w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n<\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 10]>\n\n\n\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\ntable.MsoNormalTable\n{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\nmso-tstyle-rowband-size:0;\nmso-tstyle-colband-size:0;\nmso-style-noshow:yes;\nmso-style-parent:\"\";\nmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\nmso-para-margin:0cm;\nmso-para-margin-bottom:.0001pt;\nmso-pagination:widow-orphan;\nfont-size:10.0pt;\nfont-family:\"Times New Roman\";\nmso-ansi-language:#0400;\nmso-fareast-language:#0400;\nmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n\n<![endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Inhaltsverzeichnis<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">1.Teil: Legionen gegen Germanien\u00a02<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Duell der Feldherren\u00a02<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Schwert verlor, die L\u00fcge siegte\u00a08<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Herkunft und Entwicklung der\u00a0Germanisch-Deutschen Nation\u00a012<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der Sieg des Germanenstaates \u00fcber Rom\u00a026<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">2. Teil: Priester gegen Deutschland\u00a038<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ein neuer Feind tritt auf\u00a038<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die ersten Kreuzz\u00fcge gegen die Germanen\u00a058<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Zerst\u00f6rung der germanischen Wirtschaftsordnung\u00a066<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der geplante Weg ins Elend\u00a079<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">200 Jahre Wirtschaftsbl\u00fcte\u2013 Niedergang der Kirche\u00a091<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Neuer Aufstieg der Kirche und Wirtschaftverfall\u00a0113<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der R\u00fcckfall in das finsterste Mittelalter\u00a0123<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ein Versuch, uns sprachlich zu \u00fcberw\u00e4ltigen\u00a0129<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Not in Deutschland \u2013 Wirtschaftsbl\u00fcte in Italien\u00a0141<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wirtschaftsaufschwung &#8211; Ursache der Reformation!\u00a0149<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Priester gewinnen wieder an Macht\u00a0157<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Neue Kreuzz\u00fcge gegen die germanischen Nationen\u00a0164<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Frankreich wird Vormacht des Abendlandes\u00a0172<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Und &#8211; wieder einmal Notstandszeit!\u00a0176<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Preu\u00dfen, Keimzelle neuen Aufstieges der Deutschen\u00a0178<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Friedrich der Gro\u00dfe und Politik im 18.Jahrhundert\u00a0181<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Zeit der \u201cAufkl\u00e4rung\u201d und ihre Ursache\u00a0188<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Revolution in Frankreich und die Folgen\u00a0194<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Deutschlands \u201cBefreiungskriege\u201d- f\u00fcr wen?\u00a0201<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nichts f\u00fcr das Volk- das Reich nur f\u00fcr Reiche\u00a0208<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u201cKulturkampf\u201d = Priesterkampf gegen Deutsche\u00a0224<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Einf\u00e4delung des (Ersten) Weltkrieges\u00a0229<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Ende einer verfaulten Herrenschicht\u00a0239<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Verrat am Volk- die gr\u00f6\u00dfte Niederlage\u00a0251<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">3.Teil: Die verrottete Gesellschaftsordnung\u00a0267<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wie lange noch Nation im Ungl\u00fcck?\u00a0267<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Privatgrundeigentum &#8211; das Ungl\u00fcck der Nation\u00a0278<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der ewige Krieg zwischen Grundeigent\u00fcmern und<br \/>\nEntrechteten\u00a0284<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die kapitalistische Geldwirtschaft- Wurzel aller \u00dcbel\u00a0293<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">4.Teil: Unsere naturgem\u00e4\u00dfe Lebensordnung\u00a0312<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Grundlagen der ausbeutungsfreien Wirtschaft\u00a0312<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Neubau der Wirtschaftsordnung hei\u00dft:\u00a0329<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Neubau von Volk und Staat\u00a0329<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Anmerkungen und Erg\u00e4nzungen \/ Quellen<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">1.Teil\u00a0343<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">2.Teil\u00a0348<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">3. &amp; 4. Teil\u00a0388<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Worte hoher Priester aus neuerer Zeit zum<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u00a0Nachweis des<br \/>\nFortbestehens druidischen Geistes\u00a0397<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">\u00a0Leseprobe:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Der Sieg des Germanenstaates \u00fcber Rom<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">Mit den Siegen des Arminius, dem Frieden von 16\/17 und der<br \/>\nr\u00f6mischen Erkenntnis, Germanien nicht bezwingen zu k\u00f6nnen, war das Verh\u00e4ltnis<br \/>\nbeider Staaten f\u00fcr Jahrhunderte auf Ebenb\u00fcrtigkeit gestellt. Die R\u00fcckwirkungen<br \/>\nseiner F\u00fchrung und Siege auf den Einzelnen wie auf Staatsleben und Moral des<br \/>\nVolkes waren ganz gewaltig. Fortan hatte die Partei der R\u00f6merfreunde nicht viel<br \/>\nzu bestellen. Sicherlich nicht allein deswegen, weil die r\u00f6mischen<br \/>\nSchmiergelder ausblieben, sondern weil sich das Volk diese Leute jetzt genauer<br \/>\nansah und ihre Dummheit oder Absichten merkte. &#8222;Flaves&#8220; wurde ein<br \/>\nSchimpfwort f\u00fcr Lumpen (K\u00e4ufliche, Abtr\u00fcnnige, Renegaten) das bis heute g\u00fcltig<br \/>\nund in Gebrauch ist!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wir m\u00fcssen eine von Arminius durchgesetzte regelrechte<br \/>\nStaats- und Verfassungsreform um 19\/20 n. Ztw. annehmen, die Germanien<br \/>\nmodernisierte und erheblich st\u00e4rkte. Obwohl die r\u00f6mischen Quellen sie andeuten,<br \/>\nwurden unbegreiflicherweise ihre Grundz\u00fcge bisher nicht erkannt: Arminius hat<br \/>\nder althergebrachten lockeren Gauverfassung eine Bundesregierung mit<br \/>\nerheblichen Machtbefugnissen \u00fcbergeordnet. Nat\u00fcrlich pa\u00dfte das etlichen<br \/>\nGauf\u00fchrern nicht, auch f\u00fcrchteten sie die Gefahr eines Mi\u00dfbrauches der<br \/>\nStaatsmacht mehr als den Nutzen f\u00fcr Volk und Rasse. In diese Richtung weist<br \/>\njedenfalls die Ermordung des Arminius. Zu sp\u00e4t erkannten sie, welch eine<br \/>\npolitischer Segen f\u00fcr das Germanenvolk von der neuen Bundesf\u00fchrung ausging. Das<br \/>\nzeigt sich deutlich in der Ausschaltung des markmannischen Separatisten Marbod<br \/>\nund seiner Vertreibung sowie dem alsbaldigen Abfall der germanischen<br \/>\nBundesgenossen Roms. Sie sahen in der R\u00fcckkehr zum eigenen Volk mehr Vorteil<br \/>\nals bei den Fremden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ein allgemeiner Irrtum ist die Annahme, da\u00df mit dem<br \/>\nFortschritt der Geschichte die schriftlichen Quellen reichlicher flie\u00dfen und<br \/>\nwir daher \u00fcber die j\u00fcngeren Ereignisse allm\u00e4hlich besser Bescheid wissen als<br \/>\n\u00fcber die Vorzeit. Leider trifft das nicht zu. Sie sind verworren, unvollst\u00e4ndig<br \/>\nund widerspruchsvoll. Nur mit M\u00fche l\u00e4\u00dft sich der Verlauf der sp\u00e4ten<br \/>\ngermanischen Geschichte in einen gewissen Zusammenhang bringen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Unverst\u00e4ndliche Widerspr\u00fcche lassen die \u00fcberlieferten<br \/>\nQuellen erkennen, wenn sie zahllose Siege der R\u00f6mer \u00fcber die Germanen<br \/>\nberichten. Die besiegten &#8222;R\u00e4uberscharen&#8220; wie auch viele germanische<br \/>\n&#8222;Halbnomaden&#8220; (wer soll das sein?) seien von den R\u00f6mern aufgenommen<br \/>\nworden, sie h\u00e4tten geholfen, fortan die r\u00f6mische Grenze gegen Germanien zu<br \/>\nverteidigen. Unzweifelhaft schlugen sich Germanen auf die r\u00f6mische Seite,<br \/>\nlie\u00dfen sich bei den R\u00f6mern nieder oder sind in ihre Dienste getreten. Doch spricht<br \/>\nalles gegen einen geschlossenen \u00dcbergang ganzer Volksteile. Denn in solchem<br \/>\nFalle w\u00e4re ja der Kriegsgrund der Germanen entfallen, sie h\u00e4tten fortan die<br \/>\nr\u00f6mischen Waffen viel wirkungsvoller st\u00fctzen m\u00fcssen. Das ist nicht der Fall,<br \/>\ndem Gegenteil und der Wirklichkeit n\u00e4her kommen Verhandlungen der Gotenf\u00fchrer<br \/>\nmit r\u00f6mischen Kaisern \u00fcber Landabtretungen zur geschlossenen Besiedlung, die<br \/>\nfehlschlugen und zum Kriegszuge durch den Balkan f\u00fchrten (die alte<br \/>\nLandnahmepolitik!). Gegen allgemeine \u00dcbertritte zu den R\u00f6mern sprechen vor<br \/>\nallen Dingen die wirtschaftlichen Lebensbedingungen, die alles andere als eine<br \/>\nLockung waren. Wer auf r\u00f6mische Siedlungspropaganda- die es gegegeben hat-<br \/>\nhereinfiel, mu\u00dfte der r\u00f6mischen Ausbeutungswirtschaft zufallen. Da die R\u00f6mer<br \/>\nalles Land als Privateigentum behandelten (selbst wenn es noch dem Fiskus<br \/>\ngeh\u00f6rte), hatte der germanische Bauer im R\u00f6merreich einen Grundzins an den<br \/>\nLandherrn zu entrichten, eine Sache, die ihm gewi\u00df niemals gefallen konnte. Wir<br \/>\nwerden sp\u00e4ter zeigen, da\u00df jeder Grundherr seine Rentenforderungen auf das<br \/>\nh\u00f6chstm\u00f6glichste Ma\u00df zu schrauben versucht. Ein derartiger Einkommensverlust<br \/>\nf\u00fcr den Bauern dr\u00fcckt ihn stets zum Proletarier, ja zum Sklaven hinunter. Dann<br \/>\nzwangen die R\u00f6mer germanische Siedler, stets fernab der germanischen Grenze<br \/>\nWohnpl\u00e4tze einzunehmen, eine staatspolitisch durchaus begreifliche Ma\u00dfnahme<br \/>\n(21). Wies man ihnen Wohnsitze frei von Grundeigentumslasten zu, dann schreckte<br \/>\ndie harte und gef\u00fcrchtete Steuerb\u00fcrde, von der nur die h\u00f6chste Klasse<br \/>\nausgenommen war, ganz besonders ab, die fragw\u00fcrdigen Vorz\u00fcge r\u00f6mischer Kultur<br \/>\nzu genie\u00dfen. Es sprach sich herum, da\u00df sich ein Bauer in Germanien<br \/>\nwirtschaftlich mindestens 3-4mal besser als auf der r\u00f6mischen Seite stand. Wer<br \/>\ndas nicht glauben wollte, nun, den lie\u00df man ziehen. Aus der r\u00f6mischen<br \/>\nWirtschafts-Knechtschaft gab es gewi\u00df keine R\u00fcckkehr, allenfalls den Untergang.<br \/>\nDiese Verh\u00e4ltnisse waren durch die wirtschaftlich entgegengesetzten r\u00f6mischen<br \/>\nund germanischen Staatsverfassungen gegeben und nichts konnte sie \u00fcberbr\u00fccken.<br \/>\nZwischen beiden Systemen war nur Krieg m\u00f6glich, und zwar Krieg bis zur<br \/>\nVernichtung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Erz\u00e4hlungen \u00fcber Einreihung von Germanen in die Legionen<br \/>\nsind mit Vorbehalt aufzunehmen. Die r\u00f6mische Armee hatte eine rohe Disziplin,<br \/>\nMi\u00dfhandlung und k\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung war die Regel. Es scheint fraglich, ob<br \/>\nfreigeborene Germanen solche Behandlung ertrugen. Die vielen F\u00e4lle von<br \/>\nUngehorsam, Meutereien, Aufst\u00e4nden, Desertionen werfen ein tr\u00fcbes Licht auf die<br \/>\nMoral in den r\u00f6mischen Truppenverb\u00e4nden. Gewi\u00df herrschten in aus<br \/>\nLandesbewohnern gebildeten Hilfstruppen (Auxilien) andere Grunds\u00e4tze, doch bei<br \/>\nden R\u00f6mern galten diese stets als unzuverl\u00e4ssig. Von Germanen wird in den<br \/>\nr\u00f6mischen Berichten der Feldz\u00fcge fast nur gesprochen, wenn sie unter<br \/>\ngermanischen F\u00fchrern k\u00e4mpften, die nat\u00fcrlich bestochen waren. Ausnahmen, wie<br \/>\nz.B. die germanischen Leibwachen des Augustus, konnten nur durch die Lockung<br \/>\nmit besonders guter Bezahlung (aha!) und Privilegien geschehen. Die st\u00e4ndig<br \/>\nwiederholte Behauptung von Germanen in den Waffendiensten der feindlichen Macht<br \/>\nist zwar nicht zweifelhaft, jedoch entstellt und \u00fcbertrieben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ganz Verworrenes wird uns \u00fcber die &#8222;Hunnen&#8220;<br \/>\n\u00fcberliefert. Die sollen asiatische, nomadische Reiterv\u00f6lker gewesen sein. Sie<br \/>\nh\u00e4tten ganz Mitteleuropa \u00fcberflutet, die Gotenst\u00e4mme unterworfen und diese zu<br \/>\nihren Bundesgenossen gemacht, bis &#8222;sie sich rasch in anderen V\u00f6lkern<br \/>\naufl\u00f6sten&#8220;. Spuren irgend welcher Art hinterlie\u00dfen sie demzufolge<br \/>\nnirgends, sie hatten keinerlei Kultur, Widerstand fanden sie kaum, sie waren an<br \/>\nder &#8222;V\u00f6lkerwanderung&#8220; schuld, die zu erkl\u00e4ren den Historikern \u00fcble<br \/>\nKopfschmerzen bereitet.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Sehen wir uns die Taten der von den Hunnen angeblich<br \/>\nunterworfenen Goten an. Wir sehen die Germanen nicht vor dem Druck \u00f6stlicher<br \/>\nReiterhorden nach Westen fliehen, mit Sack und Pack, Weib und Kind, sie<br \/>\nverhalten sich vielmehr ganz wie ein freies, unbezwungenes Volk. Sie greifen<br \/>\njene Eindringlinge nicht an, schlagen aber mehrmals die R\u00f6mer und vernichten<br \/>\nschlie\u00dflich das Imperium. Ihre kampfkr\u00e4ftigen Armeen marschieren nach Griechenland,<br \/>\nItalien, Spanien und schlie\u00dflich sogar Nordafrika, brechen die letzten Reste<br \/>\nr\u00f6mischen Widerstandes, aber kein Hunnenherrscher \u00fcbernimmt den r\u00f6mischen<br \/>\nKaiserthron. Im Gegenteil, einem Historiker zufolge standen die<br \/>\n&#8222;Hunnen&#8220; in den Diensten des r\u00f6mischen Kaisers! Seltsam, h\u00f6chst<br \/>\nseltsam! H\u00e4tte die germanische Front gegen das R\u00f6merimperium standgehalten,<br \/>\nwenn sie aus der Flanke durch einen neuen Feind aufgerollt worden w\u00e4re? Da kann<br \/>\netwas nicht mit den Hunnen stimmen, und noch weniger mit der &#8222;V\u00f6lkerwanderung&#8220;.<br \/>\nEin gro\u00dfer Teil der Goten ist in seinen alten Wohnst\u00e4tten in Schweden und dem<br \/>\nWeichselland verblieben, das ist arch\u00e4ologisch nachgewiesen. Eine<br \/>\nV\u00f6lkerwanderung im Sinne der Schullehre fand unm\u00f6glich statt, sie mu\u00df ein<br \/>\nM\u00e4rchen sein. Wer das M\u00e4rchen erfunden hat ist eine Frage, die wir sp\u00e4ter<br \/>\nbeantworten werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wir wollen nun anhand deutscher Forschungsarbeiten<br \/>\nnachgestalten, wie es zum milit\u00e4rischen Untergang des R\u00f6mischen Imperiums kam:<br \/>\nZu Beginn des dritten Jahrhunderts wurden die Angriffe der Germanen auf die<br \/>\nGrenzen des R\u00f6merreiches immer heftiger. Da treten die Allemannen auf, laut<br \/>\nProfessor Mommsen: &#8222;Einem wenig sp\u00e4ter schreibenden R\u00f6mer zufolge war es<br \/>\nein zusammengelaufenes Mischvolk; auf einen Gemeindebund scheint auch die Benennung<br \/>\nhinzuweisen&#8230; aber da\u00df es nicht Germanen dieser Gegend sind, &#8230;zeigt sowohl<br \/>\ndie Nennung der Allemannen neben den Chatten wie die Meldung von der<br \/>\nungewohnten Geschicklichkeit der Allemannen im Reitergefecht.&#8220; Mommsens<br \/>\nunverbesserliches Vorurteil beiseite: Offensichtlich waren die Allemannen eine<br \/>\nkavalleristisch besonders sorgf\u00e4ltig ausgebildete und ausger\u00fcstete Armee aus<br \/>\nder Jungmannschaft aller Gegenden Deutschlands, die mit zwei Angriffskeilen den<br \/>\nobergermanischen und rh\u00e4tischen Limes beiderseits seiner Nahtstelle durchbrach,<br \/>\ndiese stark verteidigte Front aufrollte- nur eine milit\u00e4risch erfahrene F\u00fchrung<br \/>\nkann das so planen und befehlen- und das Zehntland nach dem Brauch der alten<br \/>\nLandnahme f\u00fcr sich eroberte. Denn ein &#8222;Mischvolk&#8220; w\u00fcrde freiwillig<br \/>\nniemals zusammenhalten und blo\u00dfes Zusammenlaufen zu Krieg und Eroberung- gegen<br \/>\ndie gr\u00f6\u00dfte Milit\u00e4rmacht der Zeit!- gen\u00fcgt allenfalls f\u00fcr weltfremde<br \/>\nProfessoren. Im Osten stehen in vorderster Front die Goten, geteilt in zwei<br \/>\nGruppen. Was wir hier sehen, sind nicht etwa Namen verschiedener V\u00f6lker, die<br \/>\nmit den \u00fcberlieferten klassischen V\u00f6lkernamen der Germanen im Widerspruch<br \/>\nstehen. Hier handelt es sich um Bezeichnungen von Heeresgruppen! Die R\u00f6mer<br \/>\ngaben ihren Truppenverb\u00e4nden Nummern, die ganz andere Kultur der Germanen bezeichnete<br \/>\nsie mit Namen, die mit der Aufgabe oder Ausr\u00fcstung in Zusammenhang standen. Die<br \/>\nabgetretenen K\u00e4mpfer halten oft unter ihrem alten Truppennamen in<br \/>\nTraditionsverb\u00e4nden zusammen, ein Brauch aller Soldaten. Selbst die n\u00e4chsten<br \/>\nGenerationen schm\u00fccken sich gerne damit; \u00fcberfl\u00fcssig gleich an neue Volksst\u00e4mme<br \/>\noder V\u00f6lker zu denken. Daher Markmannen (Grenz[schutz]m\u00e4nner), Allemannen<br \/>\n(allgemeines Aufgebot), Sachsen (nach ihrer neu eingef\u00fchrten Hauptwaffe, dem<br \/>\nKurzschwert= Sax), Franken, nach deren Hauptbewaffnung, der Schleuderaxt<br \/>\n(\u201cfrancesca\u201d), Langobarden (ebenfalls nach ihrer Waffe, der langsch\u00e4ftigen<br \/>\nBreitaxt- Hellebarde). Die Germanen haben gro\u00dfe, mit jeweils einheitlicher<br \/>\nBewaffnung ausger\u00fcstete Kampfverb\u00e4nde gebildet und taktisch ge\u00fcbt, das l\u00e4\u00dft auf<br \/>\nein hochentwickeltes Heerwesen schlie\u00dfen. Der Name Goten und etliche andere<br \/>\nsind bisher nicht gedeutet. Denn auch die Goten verf\u00fcgten \u00fcber Angeh\u00f6rige aller<br \/>\ngermanischen Landschaften. Daneben gab es noch landsmannschaftlich ausgehobene<br \/>\nkleinere Heeresverb\u00e4nde wie Burgunden, Wandaler, Chatten (Hessen) usw. Diese<br \/>\nArt der Bezeichnung germanischer Armeen geht offenbar auf die fr\u00fcheren<br \/>\nLandnehmer-Heere zur\u00fcck. Im 2. Jahrhundert v. Ztw. waren es die Kimbern und<br \/>\nTeutonen, die gleichfalls Jungmannschaften anderer Gegenden eingegliedert<br \/>\nhaben. Bei ihnen ist der \u00dcbergang von einfacher Landnahme zu strategischen<br \/>\nAufgaben f\u00fcr das Gesamtvolk der Germanen zu erkennen. Die urspr\u00fcnglichen<br \/>\nLandnahmeheere haben wahrscheinlich wie die Kimbernz\u00fcge ausgesehen. Den Tro\u00df<br \/>\nf\u00fchrten ihre jungen Frauen, die ihre ersten Kinder bereits unterwegs bekamen.<br \/>\nDiese Art von Heereszug bew\u00e4hrte sich gut gegen die Kelten, erwies sich aber<br \/>\nnach den ersten Zusammenst\u00f6\u00dfen mit den R\u00f6mern als unbrauchbar und mu\u00dfte<br \/>\naufgegeben werden. Vom 1. Jahrhundert sind uns die Sueben bekannt, deren<br \/>\nbedeutendster Herzog Ariovist war. Und kurz vor der Zeitwende treten die<br \/>\nMarkmannen unter Marbod auf, auch sie erf\u00fcllen zun\u00e4chst eine<br \/>\nstrategisch-milit\u00e4rische Aufgabe, die in die Besiedlung des Landes \u00fcbergeht,<br \/>\nwenn die Frauen den Kriegern nachziehen und neue Sippen gegr\u00fcndet werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In den folgenden 200-300 Jahren nahmen die K\u00e4mpfe um das<br \/>\nLand und die Anstrengungen der R\u00f6mer die Grenze zu halten an Erbitterung zu.<br \/>\nNach der Eroberung des Zehntlandes durch die Allemannen wurden 25 Jahre lang<br \/>\nr\u00f6mische Gegenangriffe vorgetragen. Die Entscheidung zugunsten der Allemannen<br \/>\nfiel erst 258\/59, als die Goten unter Herzog Kniva an der unteren Donau den<br \/>\nr\u00f6mischen Armeen mehrere schwere Niederlagen beibrachten. Wir erkennen daraus,<br \/>\nan welch einer langen Front- l\u00e4nger als die Fronten des ersten Weltkrieges- die<br \/>\nAuseinandersetzungen zwischen R\u00f6mern und Germanen sich abspielten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Auf der ganzen Front gleichzeitig, von der Nordsee bis zum<br \/>\nSchwarzen Meer, begann der Gro\u00dfangriff auf das r\u00f6mische Imperium im Jahre 376.<br \/>\nDas ist unm\u00f6glich Zufall, vielmehr mu\u00df die germanische Staats- und<br \/>\nHeeresf\u00fchrung es so geplant haben. Beim Tode Kaiser Valentinians (375) hat sie<br \/>\nmit den \u00fcblichen Nachfolgek\u00e4mpfen unter den r\u00f6mischen Generalen gerechnet und<br \/>\nfand die Lage g\u00fcnstig, die politische Verwirrung zum Entscheidungskrieg<br \/>\nauszunutzen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nun zu den &#8222;Hunnen&#8220;. Was haben mittelalterliche<br \/>\nM\u00f6nche mit ihren schlechten Lateinkenntnissen nicht alles aus unbekannten<br \/>\nWorten herausgelesen! Die Phantasie nichtdeutscher Schreiber richtete weitere<br \/>\nVerwirrung an:. Wegen des v\u00f6lligen Mangels an greifbaren Spuren bezweifelten<br \/>\nbereits einige Wissenschaftler die Existenz von Hunnen als Heer oder Volk. Hier<br \/>\nliege die Falschdeutung einer germanischen staatlichen Einrichtung oder Ma\u00dfnahme<br \/>\nvor, die wir nicht mehr kennen. Vielmehr sei hierunter die gesamtgermanische<br \/>\nStaatsf\u00fchrung, Ministerium und Generalstab anzunehmen (22). Eine andere Deutung<br \/>\nweist auf die Bezeichnung &#8222;Hunno&#8220; (vgl. H\u00fcne, Hunibald) hin, die dem<br \/>\ngermanischen Hundertschaftsf\u00fchrer zukommt, also ein Offizier im Range eines<br \/>\nHauptmannes. Man vergleiche dazu die \u00e4hnliche lateinische Bezeichnung<br \/>\n&#8222;Centurio&#8220; (centum= hundert) f\u00fcr die gleiche Stellung. M\u00f6glicherweise<br \/>\nist die deutsche Bezeichnung des einfachen Offiziers von den R\u00f6mern entliehen.<br \/>\nCenturionen wurden nicht nur mit der Truppenf\u00fchrung, sondern auch mit wichtigen<br \/>\nAufgaben generalst\u00e4blicher, diplomatischer und nachrichtendienstlicher Art<br \/>\nbetraut.-<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Hunnenlegende findet eine einleuchtende Erkl\u00e4rung. Der<br \/>\nOstgoten-K\u00f6nig Ermanerich widersetzte sich den Kriegspl\u00e4nen der allgermanischen<br \/>\nStaatsf\u00fchrung. Sie schickte eine Offizierabordnung ihn abzusetzen und zu<br \/>\nverhaften. Er wagte bewaffneten Widerstand und mu\u00dfte daf\u00fcr mit dem Tode b\u00fc\u00dfen.<br \/>\nUnter den Befehlen der Hunnos nahmen die Ostgoten den Krieg gegen Rom planm\u00e4\u00dfig<br \/>\nauf. Bei den Visigoten (Westgoten) unter Frithigern und Athanerich hat es<br \/>\nerhebliche Reibungen gegeben, die durch das Christentum verursacht sein sollen.<br \/>\nWeitaus wahrscheinlicher ist eine pers\u00f6nliche Feindschaft zwischen beiden<br \/>\nHerz\u00f6gen, wie sie ja auch zu unserer Zeit zwischen hohen Generalen h\u00e4ufig<br \/>\nvorkommt. Die Hunnos haben diese Fehde beigelegt und Marschbefehle gegen die<br \/>\nR\u00f6mer erteilt. Am 9.August 378 vernichtete Frithiger, unterst\u00fctzt durch eine<br \/>\nostgotische Armeeabteilung, in der Schlacht bei Adrianopel das gesamte r\u00f6mische<br \/>\nHeer unter Kaiser Valens, der dabei den Tod fand. In \u00e4hnlicher Weise<br \/>\n\u00fcberrannten Franken und Sachsen die r\u00f6mischen Grenzen, die ersteren nach<br \/>\nGallien, die Sachsen Britannien. Die gr\u00f6\u00dften Festungen gegen Germanien, Vetera<br \/>\n(am Niederrhein) und Carnuntum (zwischen Wien und Pre\u00dfburg), wurden erst\u00fcrmt<br \/>\nund dem Erdboden gleichgemacht, aber viele andere \u00fcberlebten als offene St\u00e4dte:<br \/>\nWien, Linz, Regensburg, Stra\u00dfburg, Mainz und K\u00f6ln sind bekannte Beispiele. Die<br \/>\ngermanischen Heere eroberten den Balkan, die Alpenl\u00e4nder, Frankreich und<br \/>\nerreichten die K\u00fcsten das Mittell\u00e4ndischen Meeres.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Unter diesen verlustreichen Niederlagen brach das R\u00f6merreich<br \/>\nzusammen. Ostrom mit der Hauptstadt Konstantinopel war wegen seiner Randlage<br \/>\nf\u00fcr die germanische Politik uninteressant und erhielt einen milden Frieden. Die<br \/>\nR\u00f6mer haben die wesentlich h\u00e4rteren Bedingungen, die Westrom auferlegt wurden,<br \/>\nnicht eingehalten. Den mit dieser, auf Italien, S\u00fcdfrankreich, Spanien,<br \/>\nGriechenland und Nord-Afrika beschr\u00e4nkten Reichsh\u00e4lfte geschlossenen Frieden<br \/>\nbrach Kaiser Honorius durch die Ermordung seines von den Germanen eingesetzten<br \/>\n&#8222;Magister militans&#8220;, den Wandaler Stilicho- wahrscheinlich auf Druck<br \/>\nder r\u00f6mischen Kapitalisten- und Gro\u00dfgrundeigent\u00fcmerklasse. Darauf erhielt die<br \/>\nGoten-Armee in Mazedonien, die jetzt auf Wacht gegen Ostrom dastand, die<br \/>\nWeisung, Italien zu erobern. Um jegliche Flankenbedrohung Germaniens<br \/>\nauszuschalten, s\u00e4uberte sie zun\u00e4chst Griechenland bis zum Peloponnes von r\u00f6mischer<br \/>\nBesatzung, dann marschierte sie, verst\u00e4rkt durch weitere Truppen aus<br \/>\nDeutschland, auf den r\u00f6mischen Milit\u00e4rstra\u00dfen nach Italien und belagerte Rom.<br \/>\nAls die R\u00f6mer die f\u00fcr sie hoffnungslos gewordene Lage nicht anerkennen wollten,<br \/>\nwurde Rom erst\u00fcrmt (410). Bezeichnend ist die Antwort, die der Gotenherzog<br \/>\nAlarich den bettelnden R\u00f6mern gab, als sie fragten, ob er ihnen etwas lassen<br \/>\nwollte. &#8222;Das Leben&#8220; war seine Antwort; genau dieselbe, die einstmals<br \/>\ndie R\u00f6mer bei Kapitulationen zu geben pflegten! Alarich mu\u00df genaue Erinnerungen<br \/>\nder Vorg\u00e4nge unter Caesar und Germanicus besessen haben, die 400 Jahre<br \/>\nzur\u00fccklagen! Man hatte bei den Germanen nichts vergessen, und das spricht f\u00fcr<br \/>\nihre v\u00f6lkische, geistige und kulturelle Moral. Die st\u00e4ndig wiederholten<br \/>\nBehauptungen von germanischen Pl\u00fcnderungsz\u00fcgen stammen ja blo\u00df von r\u00f6mischen<br \/>\noder griechischen Laien, die die strategische Bedeutung der einzelnen Feldz\u00fcge<br \/>\nnicht begriffen. Sie widerlegen sich selbst, wenn sie im gleichen Atemzuge von<br \/>\nihrer erstaunlich humanen Behandlung durch die Sieger berichten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Italien war dennoch nicht zum Ziele germanischer<br \/>\nSiedlungspolitik auserkoren worden. Den Visigoten wurde vielmehr S\u00fcdfrankreich<br \/>\nzuerkannt, das damit ebenfalls f\u00fcr Rom verloren ging. Die Goten-Armee r\u00e4umte<br \/>\ndeshalb Italien und lie\u00df sich s\u00fcdlich der Franken bis \u00fcber die Pyren\u00e4en nieder<br \/>\n(Gotaland=Katalonien). Hauptstadt wurde Tolosa (Toulouse). Damit unterbrach sie<br \/>\ndie Landverbindung zwischen Spanien und Italien. Die Rolle der Wandaler ist<br \/>\noffensichtlich g\u00e4nzlich mi\u00dfverstanden worden. Eine kleine Armee hat<br \/>\nWest-Spanien (Andalusia= Wandalerland) erobert, setzte 429 nach Nordafrika \u00fcber<br \/>\nund richtete das wiedererbaute Karthago als Verwaltungssitz ein (439). Da die<br \/>\ninsgesamt nur 80 000 Wandaler, die ihre Frauen und Kinder einschlossen, niemals<br \/>\nso ein riesiges Land besiedeln konnten, mu\u00df ihr Zug nach Afrika andere Gr\u00fcnde<br \/>\ngehabt haben. Das haben die Geschichteschreiber bis heute sich nicht<br \/>\nklarzumachen versucht. Ratlos stehen sie vor dem Berichte des Prokop, eine<br \/>\nGesandtschaft aus der Weichsel-Heimat habe K\u00f6nig Geiserich ersucht und dieser<br \/>\nsich geweigert, ihre Anwesen f\u00fcr die Zur\u00fcckgebliebenen freizugeben. Wir sehen<br \/>\ndarin den Hinweis, da\u00df die Wandaler in Nordafrika sich nur auf einen<br \/>\nzeitweiligen Aufenthalt als Besatzungstruppe eingerichtet hatten. Solange Rom<br \/>\nwiderstrebte- Geiserich hat ebenfalls mit einer Flotte und einem kleinen Heer<br \/>\nRom erst\u00fcrmt (455)- mu\u00dfte man ihm alle Hilfsquellen versperren, und Nordafrika<br \/>\nwar davon die wichtigste. Die Burgunden wurden von ihrer vorl\u00e4ufigen Niederlassung<br \/>\num Worms nach Ostfrankreich geschickt, wobei ihnen das Land beiderseits der<br \/>\nSaone und die Hauptstadt von Gallien, Lyon zufiel (443). Die Allemannen<br \/>\n\u00fcberschritten den Oberrhein und nahmen das Elsa\u00df bis zum Kamm des Wasgenwaldes<br \/>\nin Besitz. Alle diese Bewegungen weisen auf Pl\u00e4ne zur geschlossenen Besiedlung<br \/>\nhin und lassen eine ordnende Gesamt-Staatsf\u00fchrung der Germanen erkennen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ganz gewi\u00df haben die Germanen immer neue Friedensvertr\u00e4ge<br \/>\nmit Rom geschlossen, auch wenn es heute dar\u00fcber keine Angaben gibt (23). Die<br \/>\nkampflose R\u00e4umung Britanniens und der verbliebenen Rhein- und Donaufestungen,<br \/>\nunmittelbar nach 410 l\u00e4\u00dft sich nur so verstehen (24). Die germanische Politik<br \/>\nw\u00fcnschte nicht die Zerst\u00f6rung des R\u00f6merimperiums. Belassung und Anerkennung der<br \/>\nKaiser in ihrer Stellung ist nicht anders zu erkl\u00e4ren Man erkennt die st\u00e4ndigen<br \/>\nBem\u00fchungen der germanischen Bundesregierung, ein auf Italien, Spanien und<br \/>\nNordafrika beschr\u00e4nktes R\u00f6merreich zu erhalten. Aber die staatstragenden<br \/>\nFamilien des Imperiums (die haupts\u00e4chlich in Rom bzw. Unteritalien sa\u00dfen)<br \/>\nwollten sich keineswegs mit dem Verlust ihrer Latifundien, Bergwerke,<br \/>\nHandelsmonopole und Wirtschaftsmacht abfinden. Im Senat sa\u00dfen die reichsten<br \/>\nr\u00f6mischen Kapitalisten; die waren durch alle Katastrophen nicht gebrochen und versuchten<br \/>\njede Landabtretung und Frieden mit Germanien zu verhindern. Solange sie noch<br \/>\n\u00fcber Geld, Untertanen und Soldaten verf\u00fcgten, leisteten sie auf jeden Schritt<br \/>\nerbitterten Widerstand. Unzweifelhaft war der damaligen germanischen<br \/>\nStaatsf\u00fchrung die Bedeutung der Geldmacht von Natur aus fremd. Sie kam nicht<br \/>\nauf den Gedanken, durch restlose Enteignung der r\u00f6mischen Kapitalistenklasse<br \/>\ndem Krieg die Wurzel abzuschneiden. Italien nicht als germanisches Land, schon<br \/>\ngar nicht als Kolonie einsacken zu wollen, half ihrer Diplomatie wenig. Falls<br \/>\nsie diese Absicht den Italikern gesagt hat, so fachte sie den Widerstand, weil<br \/>\nrisikolos, unn\u00f6tig an. Er konnte schlie\u00dflich nicht anders beseitigt werden als<br \/>\ndurch die Unterwerfung Roms unter germanische Statthalter. Eine Umkehrung der<br \/>\nwirtschafts-politischen Machtverh\u00e4ltnissse war damit allerdings nicht<br \/>\nverbunden. Die Germanen wurden nicht die Ausbeuter und Sklavenherren der R\u00f6mer.<br \/>\nDie Germanen eroberten Land nicht um des Eroberns und Unterwerfens willen,<br \/>\nsondern f\u00fcr die eigene n\u00e4chste Generation und ihre Sicherung. Es widersprach<br \/>\nihren Grunds\u00e4tzen, pl\u00f6tzlich viele Fremdrassige unter germanische Herrschaft<br \/>\ntreten zu sehen. Ihre Staatsf\u00fchrung war sich der Gefahren einer Zerstreuung und<br \/>\nVermischung der germanischen Bev\u00f6lkerung, die sich aus den umfangreichen<br \/>\nEroberungen ergaben, v\u00f6llig bewu\u00dft. Sie lie\u00df das Schwarzmeergebiet von den<br \/>\nGoten r\u00e4umen, wo sie sich f\u00fcr viele Jahrzehnte niedergelassen hatten (sie<br \/>\nwurden im ungarischen Donaugebiet angesiedelt): Nachweislich sind nur wenige<br \/>\nzur\u00fcckgeblieben. Daraus ist wiederum zu entnehmen, da\u00df die germanische<br \/>\nBundesregierung ein von Skandinavien bis zu den Alpen, schlie\u00dflich zum<br \/>\nMittelmeer reichendes, geschlossenes germanisches Staats- und Siedlungsgebiet<br \/>\nbeabsichtigte. Wir verm\u00f6gen es uns kaum vorzustellen, wie die Welt heute<br \/>\naussehen w\u00fcrde, h\u00e4tte das germanische Gemeinschaftsgef\u00fchl, das Arminius unserem<br \/>\nVolke einpflanzte und sich 400 Jahre lang bew\u00e4hrte, seine Bindekraft behalten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ich sage hier etwas, das aufmerksame Gelehrte schon vor 150<br \/>\nJahren erkannten! Der Schwede Anders Magnus Strindholm schrieb damals:<br \/>\n&#8222;W\u00e4hrend der ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung hatten alle Nationen<br \/>\ndes Gothisch-Germanischen Stammes f\u00fcr ihre Waffentaten ein einziges Ziel: Den<br \/>\nSturz der r\u00f6mischen Macht!&#8220; Solche Feststellungen passen freilich nicht in<br \/>\ndas Klischee humanistischer \u201cBildung\u201d und wurden daher mit allem Eifer<br \/>\nbestritten. Dennoch verwickeln sich humanistische Wissenschaftler bei ihren<br \/>\nVersuchen, sich auf die Seite der R\u00f6mer und damit selbstverst\u00e4ndlich gegen die<br \/>\nsiegreichen Germanen zu stellen, in die tollsten Widerspr\u00fcche. Sie machen die<br \/>\nGeschichte unverst\u00e4ndlich ohne es zu bemerken. Von ihnen stammen solche<br \/>\nSchulgeschichtsbuch-Plattheiten wie: &#8222;Die Hunnen gaben den Ansto\u00df zur<br \/>\nV\u00f6lkerwanderung&#8220;. Das humanistische Vorurteil, in dem eigenen Volke nur<br \/>\nBarbaren, Wilde, R\u00e4uber, Kulturzerst\u00f6rer zu sehen, kann sich eben nichts<br \/>\nanderes vorstellen. F\u00fcr ihre verbogene Denkweise wurde die Zerst\u00f6rung des<br \/>\nR\u00f6mischen Imperiums, verbunden mit der Gro\u00dfen Landnahme die<br \/>\n&#8222;V\u00f6lkerwanderung&#8220; und die germanische Staatsf\u00fchrung eine Invasion der<br \/>\n&#8222;Hunnen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Humanisten-Gelehrte bestritten den Deutschen das Recht, die<br \/>\nfremden Eindringlinge aus ihrem Lebensraum hinauszuwerfen. Die schauerlichen<br \/>\nwirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse und unmenschlichen Zust\u00e4nde des r\u00f6mischen Staates<br \/>\nund sein Bestreben, sie anderen V\u00f6lkern aufzuzwingen, wurden ihnen niemals<br \/>\nbewu\u00dft. Aber davon ganz abgesehen, anstatt deutsche Erfolge zu beklagen sollten<br \/>\nsie sich der Frage widmen, weshalb sich die Germanen \u00fcberhaupt auf einen so<br \/>\nlangen, blutigen und verlustreichen Krieg gegen das R\u00f6mische Imperium<br \/>\neinlie\u00dfen. Weshalb wurden sie Angreifer, weshalb versuchten sie das begehrte<br \/>\nLand hinter den r\u00f6mischen Festungsanlagen zu erobern? Konnten sie nicht nach<br \/>\nOsten ausweichen, nach Ru\u00dfland hinein, das bis in unsere Gegenwart sehr d\u00fcnn<br \/>\nbesiedelt ist? Das germanische Wohngebiet hatte ungef\u00e4hr am 20. Grad \u00f6stlicher<br \/>\nL\u00e4nge f\u00fcr eintausend Jahre unwiderruflich Halt gemacht. Diese Grenze wurde im<br \/>\n3. Jahrhundert von den Germanen widerstandslos \u00fcberschritten. Aber das Land<br \/>\ndahinter interessierte sie nicht, sie sind einfach durchmarschiert, sie sind<br \/>\nnicht umhergeirrt, sie suchten ihre Ziele tausend Kilometer weiter s\u00fcdlich.<br \/>\nOffensichtlich besa\u00dfen die germanischen Volksf\u00fchrer genaue Kenntnisse der<br \/>\nGeographie Ru\u00dflands und Europas und seiner landwirtschaftlichen Bedingungen.<br \/>\nEine germanische (gotische) Besiedlung findet man erst wieder am Schwarzen<br \/>\nMeer, der S\u00fcdukraine und Krim. Zugleich bauten sie hier eine neue Front gegen<br \/>\ndas r\u00f6mische Imperium auf. Die Gr\u00fcnde sind nicht nur milit\u00e4risch-strategischer<br \/>\nArt, sie sind in der germanischen Bauernwirtschaft zu finden. Wer dieses R\u00e4tsel<br \/>\nnicht von der wirtschaftlichen Seite untersucht, wird es niemals l\u00f6sen!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ungef\u00e4hr auf dem 20.-21. L\u00e4ngengrad (f\u00fcr unsere Betrachtung:<br \/>\nK\u00f6nigsberg-Krakau) verl\u00e4uft die Klimagrenze von atlantischer Meeresluft und dem<br \/>\nBinnenklima des europ\u00e4ischen Ru\u00dfland. Sie zeigt sich in der Natur durch<br \/>\nauffallend ver\u00e4nderten Pflanzenwuchs. Buche und Eiche kommen ostw\u00e4rts dieser<br \/>\nLinie nur noch vereinzelt vor, nicht mehr in W\u00e4ldern. Die germanische<br \/>\nBauernwirtschaft, die die Schweinezucht besonders pflegte, brauchte aber<br \/>\nBucheckern und Eicheln zur Schweinemast. Der Anbau von \u00d6lfr\u00fcchten, R\u00fcben,<br \/>\nWinterweizen und Gerste im Osten der Klimagrenze war trotz aller Fortschritte<br \/>\nbis zur Neuzeit wirtschaftlich wenig erfolgreich. Die Z\u00fcchtung klimah\u00e4rterer<br \/>\nGetreidesorten (Roggen und Hafer bevorzugt) beanspruchte Jahrhunderte. Erst<br \/>\nunter dem Deutschen Orden wurde der Ackerbau bis zur klimatischen Mischzonengrenze<br \/>\nbeim 22.L\u00e4ngengrad in Ostpreu\u00dfen ausgedehnt (25), bis diese in der Neuzeit<br \/>\n\u00fcberschritten werden konnte, vergingen wiederum mehrere hundert Jahre. Es war<br \/>\nf\u00fcr die germanische Volkswirtschaft nicht m\u00f6glich, so lange zu warten; f\u00fcr sie<br \/>\nwar das Land zu ihrer Zeit unbauw\u00fcrdig, nutzlos. Sie fand das durch fortw\u00e4hrend<br \/>\nmi\u00dflungene Siedlungsversuche heraus. Anzunehmen ist das Aufgehen der dabei<br \/>\nVorgeprellten in der Urbev\u00f6lkerung (Balten). Die landwirtschaftliche<br \/>\nKulturgrenze im Osten zwang die Germanen zum Blick nach Westen und S\u00fcden, neues<br \/>\nVolksland zu erwerben. Strindholms seherische Gedanken erkannten diese<br \/>\neigentliche Ursache allerdings nicht. Erst wir sind mit dem Wissen um<br \/>\nZusammenh\u00e4nge zwischen Erdkunde, Klima, Wirtschaft und Kultur in der Lage, Ursache<br \/>\nund strategischen Leitgedanken des 400j\u00e4hrigen Krieges gegen Rom zu begreifen.<br \/>\nRoms Macht sperrte die wirtschaftliche Lebensgrundlage aller heranwachsenden<br \/>\nGermanen, und als dies vom Volke erkannt wurde, gab es nur eines: &#8222;Den<br \/>\nSturz der r\u00f6mischen Macht&#8220;!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Es d\u00fcrfte die unabl\u00e4ssige Intrigenarbeit der R\u00f6mer, der<br \/>\nallm\u00e4hliche Einbruch der orientalischen Geldwirtschaft unter den Germanen mit<br \/>\nihren \u00fcblen Folgen, darunter die Bestechung der F\u00fchrer gewesen sein, wenn die<br \/>\nBildung eines europ\u00e4ischen germanischen Gro\u00dfreiches, das mit dem heutigen China<br \/>\nvergleichbar w\u00e4re, schon bald danach gescheitert ist. Weiterhin wird die<br \/>\nDuldsamkeit der Germanen gegen\u00fcber der Vorbev\u00f6lkerung, alle ihre Eigenheiten<br \/>\nund gesellschaftlichen Einrichtungen zu belassen, die unvollkommene Abl\u00f6sung<br \/>\nder R\u00f6merherrschaft in den Provinzen, germanische Eigenbr\u00f6telei sowie eine<br \/>\nschwache Bundesregierung dazu beigetragen haben. Noch einmal ist von Hunnen die<br \/>\nRede, als in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (451) Germanen gegen<br \/>\nGermanen k\u00e4mpfen. Diese Schlacht, in Wahrheit der Entscheidungskampf des<br \/>\nzweiten germanischen B\u00fcrgerkrieges (der erste war der Kampf des Arminius gegen<br \/>\nden abtr\u00fcnnigen Marbod), ist in die verworrene Darstellung mittelalterlicher<br \/>\nSchreiber geh\u00fcllt. Unter F\u00fchrung eines R\u00f6mers Aetius k\u00e4mpfen Westgoten,<br \/>\nBurgunden und Franken verzweifelt gegen Attila und seine \u00dcbermacht, der die<br \/>\nanderen Germanen, an der Spitze Ostgoten, aber auch auf dieser Seite Franken,<br \/>\nanf\u00fchrt. Die Schlacht blieb unentschieden, man beachte das, doch der Krieg<br \/>\nwurde nicht weitergef\u00fchrt. Kurz danach kommt es zur Verm\u00e4hlung des Attila mit<br \/>\nIldiko, der Tochter des burgundischen K\u00f6nigs Gundowich (Gunther). Weshalb<br \/>\nidentifiziert sich die germanische \u00dcberlieferung mit einem angeblich<br \/>\nvolksfremden Herrscher, dem &#8222;gro\u00dfen K\u00f6nig Etzel&#8220;? Nicht einmal von<br \/>\neinem Friedensschlu\u00df wird uns berichtet! Wie ist dieses Geschehen geschichtlich<br \/>\nzutreffend zu begreifen?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">R\u00f6mische oder ihnen nahestehende Einfl\u00fcsse auf Franken und<br \/>\nteilweise Visigoten und Burgunden verursachten einen Bruch dieser Volksgruppen<br \/>\n(bzw. deren F\u00fchrer) mit der germanischen Bundesgewalt. Die gro\u00dfen und reichen<br \/>\nSt\u00e4dte Galliens waren unversehrt erhalten geblieben; hier verstanden die<br \/>\neinflu\u00dfreichsten R\u00f6mer und ihre gallischen Bundesgenossen mit allen Mitteln- vor<br \/>\nallem Geld- zu \u00fcberleben. Der Aufstand der westgermanischen F\u00fchrer, die sich<br \/>\neinem R\u00f6mer unterstellen, setzt geheime Machenschaften und Verabredungen<br \/>\nvoraus, er hat eine gewisse \u00c4hnlichkeit mit dem des Ermanerich! Wurden sie<br \/>\nbestochen, Ermanerich von Byzanz, die Franken- und Westgotenf\u00fchrer von den<br \/>\nAlteingesessenen in Gallien? (26) Und weiter: In welchem Zusammenhang steht<br \/>\ndamit der erneute \u00dcberfall auf Rom durch ein wandalisches Heer und Flotte (455)<br \/>\nund ein Vormarsch germanischer Heere in die Po-Ebene? Kann die dabei erfolgte<br \/>\n&#8222;Pl\u00fcnderung Roms&#8220; die Enteignung des friedenst\u00f6renden r\u00f6mischen<br \/>\nKapitalistenkl\u00fcngels gewesen sein, auf dessen sch\u00e4dliche Unterlassung ich oben<br \/>\nhinwies und die man zu lange vers\u00e4umt hatte? Hat nicht tats\u00e4chlich mit diesem Ereignis<br \/>\nder (west-)r\u00f6mische Staat endg\u00fcltig aufgeh\u00f6rt, eine politische Rolle zu<br \/>\nspielen? Richtete sich deshalb der unvers\u00f6hnliche Ha\u00df der Geschichteschreiber<br \/>\nam sch\u00e4rfsten gegen die Wandaler? Gerade Wandaler sind wegen ihrer<br \/>\nMenschlichkeit gegen die Besiegten bezeugt! Warum sind aus dieser Zeit die<br \/>\nFranken des Westens und ihre F\u00fchrer (K\u00f6nige) zu ihrer gro\u00dfen geschichtlichen<br \/>\nBedeutung gelangt (Hierzu wird im n\u00e4chsten Abschnitt mehr ausgef\u00fchrt)? Und<br \/>\nwarum wurden die (parteiwechselnden?) Burgunden in unaufh\u00f6rliche Streitigkeiten<br \/>\nverwickelt, da\u00df dieser germanische Volksteil bald unterging?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der Versuch der Bundesregierung, mit Gewalt die Ordnung im<br \/>\nGermanischen Reiche wiederherzustellen, ist bei Catalaunum gescheitert. Fortan<br \/>\ngingen die westlichen Volksgruppen ihren eigenen Weg, und bald trennten sich<br \/>\nweitere von der Bundesf\u00fchrung ab. Sie alle b\u00fc\u00dften f\u00fcr die Selbsts\u00fcchtigkeit<br \/>\nihrer F\u00fchrer mit dem Untergang des ganzen Volksstammes, ebenso mu\u00dften s\u00e4mtliche<br \/>\ngermanischen Volksangeh\u00f6rigen bis nach Skandinavien an den Folgen leiden.<br \/>\nH\u00e4tten die Germanen bei der Eroberung Galliens wie nach r\u00f6mischer Kriegssitte<br \/>\ndie meisten R\u00f6mer und Welschen totgeschlagen oder vertrieben, die Welt w\u00e4re<br \/>\nheute unvorstellbar anders (27). Aber die Germanen, denen die hassenden R\u00f6mer<br \/>\njede Barbarei vorwarfen, lie\u00dfen ja stets die Besiegten am Leben. Zugegeben, die<br \/>\ngermanische Bundesf\u00fchrung hatte reichlich Schwierigkeiten nach der Gro\u00dfen<br \/>\nLandnahme sich durchzusetzen. Die Entfernungen zwischen den einzelnen<br \/>\nGermanenl\u00e4ndern betrugen jetzt tausende von Kilometern, Kuriere brauchten<br \/>\nwochenlange Reisezeiten, die \u00dcbersicht war kaum noch m\u00f6glich. Eine straff<br \/>\ngef\u00fchrte Beamtenschaft gab es nicht, die germanische Gesellschaftsordnung<br \/>\neinzurichten und zu festigen. Die Regierung war auf den mehr oder weniger guten<br \/>\nWillen ihrer Herz\u00f6ge angewiesen, und die hatten Schw\u00e4chen und Fehler. Immerhin,<br \/>\ndie Chinesen verloren nie das Gef\u00fchl der rassischen und nationalen<br \/>\nGemeinsamkeit, gleichg\u00fcltig wo sie sind. Im Vergleich mit diesem gewaltigen<br \/>\nVolk ist der Sinn f\u00fcr die rassische, v\u00f6lkische und kulturelle Gemeinschaft bei<br \/>\nuns vollst\u00e4ndig abhanden gekommen. In China konnte sich eine rassisch<br \/>\neinheitliche Nation durchsetzen, indem sie die Vorbev\u00f6lkerung aus ihrem<br \/>\nLebensraum entfernte. Den Germanen blieb nicht die Zeit, ihre kulturell und<br \/>\nbiologisch t\u00fcchtigere Art im Wettbewerb mit der Bev\u00f6lkerung der r\u00f6mischen<br \/>\nProvinzen zu bew\u00e4hren. Wir werden sehen, da\u00df gegen sie Kr\u00e4fte auftraten, von<br \/>\ndenen sie nichts ahnten, Kr\u00e4fte, die ebensogut China zugrunde gerichtet h\u00e4tten,<br \/>\nwenn sie dort wirksam gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Man kann sehr deutlich an dem wohlbekannten Schicksal der<br \/>\nOstgoten erkennen, wie die Schw\u00e4che der germanischen Bundesgewalt sich<br \/>\nschadenbringend auswirkte. Und nicht nur dies, wir k\u00f6nnen so deutlich wie sonst<br \/>\nnirgends in der Geschichte die mangelhafte politische Begabung der Germanen<br \/>\nfeststellen (28).<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Ostgoten waren 488 aus ihren neuen Wohnsitzen an der<br \/>\nmittleren und unteren Donau aufgebrochen, um Italien zu erobern. Die<br \/>\ngermanische Bundesregierung billigte das nicht und stand nicht hinter ihnen.<br \/>\nByzanz schlo\u00df mit den Ostgoten Sondervertr\u00e4ge, das ihnen Italien als<br \/>\nostr\u00f6mische Provinz zusagte. Damit verlie\u00dfen sie ihren germanisch-v\u00f6lkischen<br \/>\nWachtposten gegen Ostrom in verr\u00e4terischer Weise, aus politischer Einfalt und<br \/>\nstrategischer Kurzsichtigkeit. Die Ermordung des germanischen Statthalters<br \/>\nOdoaker, der den letzten r\u00f6mischen Kaiser (29) im Jahre 476 beseitigt hatte,<br \/>\ndurch den in Byzanz\/ Konstantinopel erzogenen Theoderich (aus welcher Ursache<br \/>\nwurde er &#8222;der Gro\u00dfe&#8220;?) bei einem Vers\u00f6hnungs-Gastmahl war Frucht<br \/>\nostr\u00f6mischer Intrigen. Sie war ein Schurkenstreich, der alle Germanen gegen sie<br \/>\naufbringen mu\u00dfte. Als hervorragend erfolgreicher diplomatischer Gegenzug des<br \/>\nbyzantinischen Reiches in das politische Vakuum Italien wurde damit dem<br \/>\nGermanenstaat eine schwere Niederlage ohne Krieg beigebracht. Wen wundert es da<br \/>\nnoch, wenn die Goten in Italien nie froh wurden? Ihre Landpolitik (sich als<br \/>\nMinderheit unter den Einheimischen anzusiedeln) war ebenso kurzsichtig wie ihre<br \/>\nAu\u00dfenpolitik, mit der sie sich zwischen alle St\u00fchle setzten. Als ihr K\u00f6nig<br \/>\nTotila die unhaltbare Lage der Ostgoten erkannte, versuchte er durch F\u00f6rderung<br \/>\nvon Mischehen zwischen Italikern und Goten ihre politische Schw\u00e4che<br \/>\nauszugleichen- und f\u00fcgte damit zu den Fehlern ihrer Politik noch den Verrat am<br \/>\neigenen Volk und seiner Rasse. Die Herrschaft \u00fcber Italien war den gotischen<br \/>\nK\u00f6nigen zu sch\u00f6n, um den einzig richtigen Weg zur Volkserhaltung zu<br \/>\nbeschreiten- n\u00e4mlich Italien zu r\u00e4umen. Es zeigte sich bei den Ostgoten einmal<br \/>\nmehr, wie sehr das Verlangen, einmal gewonnenen Grundbesitz unter allen<br \/>\nUmst\u00e4nden zu behalten, politische Entscheidungen nachteilig beeinflu\u00dft. Sie<br \/>\nwaren auf die Dauer noch sch\u00e4dlicher als ihr Versuch, als Minderheit durch<br \/>\nreine Waffengewalt ihre Herrschaft zu sichern. Sie ist gescheitert und mu\u00dfte<br \/>\nscheitern. Das Ostgotenvolk wurde in den Kriegen mit Byzanz v\u00f6llig aufgerieben.<br \/>\nWenn die letzten von ihnen nach der Schlacht am Vesuv nach &#8222;Thule&#8220;<br \/>\nauswandern (oder r\u00fcckwandern) durften, so ist das eine vielbesungene Episode,<br \/>\nf\u00fcr die deutsche Geschichte freilich bisher ohne Lehre oder Bedeutung.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahre der 2000sten Wiederkehr der Schlacht bei Kalkriese, auch Hermanns- oder Varusschlacht genannt, ist es angebracht zu untersuchen, was R\u00f6mer und andere fremde M\u00e4chte von den Deutschen und in ihrem Land wollten. 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[&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":13749,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"product_cat":[79],"product_tag":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/product\/10545"}],"collection":[{"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10545"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13749"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=10545"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/andromeda-buecher.de\/buch2\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=10545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}